Aktualisiert 09.08.2011 20:57

AbfallproblemBussen und mehr Personal

Die Regierung lehnt die Sauberkeits-Initiative der SVP ab – stattdessen soll ein Fünf-Säulen-Konzept für eine sauberere Stadt sorgen.

von
Anna Luethi
Littering ist in Basel leider ein Dauerthema. (Keystone)

Littering ist in Basel leider ein Dauerthema. (Keystone)

Das Massnahmenpaket der Regierung ist so gross wie die Abfallberge in der City: 1,4 Mio. Franken will die Verwaltung in ein Fünf-Säulen-Konzept stecken, um Verschmutzung und Littering entgegenzuwirken. «Wir haben einen enormen Aufwand, nur weil sich die Leute nicht an die Anstandsregeln halten. Das Massnahmenpaket ist ein Sprung nach vorn», so Jürg Hofer, Leiter des Amts für Umwelt und Energie.

In den Bereichen Reinigung, Prävention, Repression, Gewerbe und saubere Einstellungen gibt es Aktionen – so etwa zusätzliche Putztouren an Hotspots wie Barfi und Rheinufer bis 22.30 Uhr. «Schon seit Juni sind sechs zusätzliche Leute unterwegs. Das Bedürfnis zeigt sich im hohen Materialaufkommen», so Stadtreinigungsleiter Alexander Isenburg. Zudem soll künftig eine Behörde mit eigens geschulten Mitarbeitern Abfallsünder mit Bussen bestrafen können: «Die Umsetzung im Detail arbeiten wir noch mit der Polizei aus. Es ist denkbar, dass die Leute direkt mit den nächtlichen Putztruppen unterwegs sind – schon rein aus Sicherheitsgründen», sagt Hofer.

Die SVP ist mit dem Regierungspaket nicht zufrieden. «Die Abfallsünder werden im Papier kaum erwähnt – punkto Repression geht uns das zu wenig weit», so Präsident Sebastian Frehner. Die Initiative werde man wohl nicht zurückziehen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.