Inflation: Butter- und Kaffeepreise steigen stark – so viel teurer wird dein Zmorge 

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InflationButter- und Kaffeepreise steigen stark – so viel teurer wird dein Zmorge 

Eier, Milch, Käse, Kaffee: Der Comparis-Konsumentenpreisindex zeigt, dass man für ein durchschnittliches Frühstück nun tiefer in die Taschen greifen muss.

von
Mara Wehofsky
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Die Zmorge-Zutaten sind in der Schweiz in 2022 deutlich teurer geworden.

Die Zmorge-Zutaten sind in der Schweiz in 2022 deutlich teurer geworden.

20min/Ela Çelik
Schweizerinnen und Schweizer müssen vor allem für Butter, Margarine, Speisefette und -öle , Kaffee , Milch, Käse, Eier sowie für Tee mehr bezahlen.

Schweizerinnen und Schweizer müssen vor allem für Butter, Margarine, Speisefette und -öle , Kaffee , Milch, Käse, Eier sowie für Tee mehr bezahlen.

20min/Ela Çelik
Aber nicht alles wird teurer: Medikamente sind seit 2000 um 43 Prozent günstiger geworden. (Symbolbild)

Aber nicht alles wird teurer: Medikamente sind seit 2000 um 43 Prozent günstiger geworden. (Symbolbild)

20min/Michael Scherrer

«Die hohen Heizkosten und das teurere Zmorge fressen gerade bei tiefen Einkommen ein Loch ins Portemonnaie», sagt Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn. Der Comparis-Konsumentenpreisindex bildet die Preisentwicklung von regelmässig konsumierten Gütern wie zum Beispiel Lebensmitteln, Medikamenten oder Kleidung ab. Im Oktober diesen Jahres sind die Preise für Alltagsgüter in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent gestiegen. 

Neun typische Zmorge-Zutaten sind sogar um 5,5 Prozent teurer im Vergleich zu 2021; Schweizerinnen und Schweizer müssen vor allem für Butter (plus 10,7 Prozent), Margarine, Speisefette und -öle (plus 8,9 Prozent), Kaffee (plus sieben Prozent), Milch, Käse, Eier (plus 5,9 Prozent) sowie für Tee (plus 3,4 Prozent) mehr bezahlen.

Seit Jahren steigen bei diesen Gütern kontinuierlich die Preise, seit dem Jahr 2000 wurde das Frühstück mit allen genannten Zutaten sogar durchschnittlich 11,1 Prozent teurer. Die Preise für Butter, Konfitüre, Honig, Margarine, Fette und Öle, Tee, Kaffee, Brot, Mehl und Getreideprodukte sind am stärksten über die Jahre gestiegen. 

Schweizerinnen und Schweizer müssen vor allem für Butter, Margarine, Speisefette und -öle , Kaffee , Milch, Käse, Eier sowie für Tee mehr bezahlen.

Schweizerinnen und Schweizer müssen vor allem für Butter, Margarine, Speisefette und -öle , Kaffee , Milch, Käse, Eier sowie für Tee mehr bezahlen.

Comparis-Konsumentenpreisindex in Zusammenarbeit mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH.

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Auch teurer: Druckprodukte, Herren- und Damenschuhe und Frucht- und Gemüsesäfte

Neben den Frühstückszutaten sind auch andere Güter teurer geworden: Zwischen September und Oktober sind mit 8,8 Prozent die Preise für das Heizen gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 56 Prozent. Nach den Heizkosten schiessen die Preise für Druckprodukte, Herren- und Damenschuhe und Frucht- und Gemüsesäfte in die Höhe, Gründe hierfür könnten «schlechte Ernten und eine erhöhte Nachfrage sein», erklärt Kuhn. 

Nicht alles wird teurer: Medikamente, Elektrogeräte und Körperpflege über die Jahre günstiger

Aber nicht alle Preise steigen so extrem: Der Preis für Elektrizität blieb seit September stabil, gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der Strom um 2,4 Prozent verteuert. Manche Produkte sind auch seit dem Jahr 2000 immer billiger geworden: Allen voran sind es Medikamente mit einer durchschnittlichen Verbilligung von 43 Prozent. Speichermedien wurden auch um 40 Prozent günstiger, und auch elektrische Haushaltsgeräte, Körperpflege, und Telekommunikation sind heute ungefähr 30 Prozent billiger. Auch Toilettenartikel wurden um 14 Prozent günstiger. 

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