Zürich: Buttersäure-Anschläge auf Tea-Store
Aktualisiert

ZürichButtersäure-Anschläge auf Tea-Store

Michel Faude hat erst vor kurzem seinen Bubble-Tea-Store eröffnet – und schon wurde er Opfer zweier Anschläge.

von
Maja Sommerhalder
Ladenbesitzer und Opfer der Anschläge Michel Faude.

Ladenbesitzer und Opfer der Anschläge Michel Faude.

«Ich bin wütend und traurig – schliesslich ist dieser Laden mein Baby», sagt Michel Faude (29). An der Militärstrasse bietet er seit Ende März das aus Taiwan stammende Kultgetränk Bubble Tea an – den süssen Tee mit den Fruchtkügelchen gibt es sonst nirgends in Zürich. Offenbar gefällt dies nicht allen: Unbekannte haben beim Ladeneingang von Sabotai Bubble Tea schon zwei Buttersäure-Anschläge verübt – die Säure verursacht einen Geruch, der an Erbrochenes erinnert. «Zum ersten Mal stank es am Abend vor der Eröffnung extrem», so Geschäftsführer Faude. Zudem sei die Fassade nass gewesen und am Boden habe ein Behälter gelegen. Das Gleiche passierte nochmals am 14. April. Ein Putzinstitut bekämpfte den bestialischen Gestank mit harter Chemie – ganz weg ist er laut Faude aber nicht. Die Polizei hat Kenntnis von den beiden Vorfällen, wie Stapo-Sprecher Michael Wirz auf Anfrage bestätigt.

Dasselbe Phänomen wie in Berlin?

Nun will Faude Überwachungskameras bei der Eingangstür installieren: «Mein ganzes Geld steckt in diesem Geschäft. Wer will es nur zerstören?» Er wisse von ähnliche Attacken auf andere Bubble-Tea-Stores: «Mir sind Fälle aus Berlin bekannt – dort stecken offenbar Täter dahinter, die gegen die asiatische Kultur sind.» In der Region Zürich waren in der Vergangenheit vor allem Bordelle von Buttersäure-Anschlägen betroffen. So wurde 2010 ein Buttersäure-Anschlag auf den Club

Dream in Dübendorf verübt.

Deine Meinung