Button holt Pole in Melbourne
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Button holt Pole in Melbourne

Jenson Button hat überraschend die Pole-Position für den Grand Prix von Australien in Melbourne erobert. BMW lieferte eine saubere Leistung: Heidfeld startet von Platz 8. Villeneuve wurde 9., wird aber zehn Plätze nach hinten versetzt, weil gestern sein Motor ausgewechselt werden musste.

Der Engländer Button schlug im Honda die favorisierten Renault- und McLaren-Mercedes Fahrer klar.

Die Pole-Position, die Jenson Button in Australien eroberte, war die erste mit einem reinrassigen Honda seit 38 Jahren. Zuletzt hatte dies Buttons Landsmann John Surtees 1968 vor dem Grand Prix von Italien in Monza geschafft. Dazwischen gabs zwar noch viele Trainingbestzeiten für Honda, aber immer nur als Motorenlieferant. Seit diesem Jahr treten die Japaner auch wieder mit einem eigenen Chassis an. Button selber startet zu seinem 104. Grand Prix zum dritten Mal an der Spitze des Feldes.

Das relativ kühle Wetter in Melbourne schien die Fahrer mit Michelin-Reifen etwas zu unterstützen. Unter den zehn Autos, die auch im letzten Teil des Qualifyings noch dabei waren, befanden sich nur drei mit Bridgestone-Reifen. Interessanterweise gehörten neben Mark Webber ausgerechnet Ralf Schumacher und Jarno Trulli zu ihnen. Bis dahin hatten die japanischen Reifen auf den Toyota überhaupt nicht funktioniert.

Einen schwarzen Tag erlebte das Ferrari-Team. Felipe Massa und Michael Schumacher, die ebenfalls mit Bridgestone-Reifen fahren, schieden im zweiten Teil des Qualifyings aus - der Brasilianer nach einem Unfall und der Deutsche mit einer ungenügenden Zeit. Schumacher startet trotzdem aus der fünften Reihe, weil Jacques Villeneuve wegen Motorwechsels um zehn Positionen auf Platz 19 zurückversetzt wurde. Angesichts dieses Umstands wurde der BMW-Sauber des Kanadiers vor der letzten Phase der Qualifikation mit viel Benzin betankt. So kann er sich im Rennen mindestens einen Boxenstopp sparen, vielleicht sogar nur mit nur einem Zwischenhalt über die Runden kommen. Nick Heidfeld wurde Achter, war aber enttäuscht. Er musste auf einen Schlussangriff verzichten, weil ihm keine frischen Reifen mehr zur Verfügung standen. Immerhin gelang es dem BMW-Sauber-Team, zum erstenmal in diesem Jahr beide Fahrer unter die ersten Zehn zu bringen.

Im ersten Teil des Qualifyings schieden Barrichello, Albers, Speed, Monteiro, Sato und Ide aus. Im zweiten Abschnitt neben Michael Schumacher und Massa auch Coulthard, Liuzzi, Klien und Rosberg. Als es um die Pole-Position ging, war Button im Honda den Renault-Fahrern Fisichella und Alonso sowie Räikkönen und Montoya in den McLaren-Mercedes krass überlegen. Die vier Zehntelsekunden Vorsprung auf Fisichella deuten darauf hin, dass Button wenig Benzin mitführte und daher im Rennen als einer der ersten zum Nachtanken kommen wird.

Die Resultate des Qualifyings:

2006 Australian Grand Prix

1 Jenson Button Honda 1:28.081 1:26.337 1:25.229

2 Giancarlo Fisichella Renault 1:27.765 1:26.196 1:25.635

3 Fernando Alonso Renault 1:28.569 1:25.729 1:25.778

4 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 1:27.193 1:26.161 1:25.822

5 Juan Pablo Montoya McLaren-Mercedes 1:27.079 1:25.902 1:25.976

6 Ralf Schumacher Toyota 1:28.007 1:26.596 1:26.612

7 Mark Webber Williams-Cosworth 1:27.669 1:26.075 1:26.937

8 Nick Heidfeld Sauber-BMW 1:27.796 1:26.014 1:27.579

9 Jacques Villeneuve Sauber-BMW 1:28.460 1:26.714 1:29.239

10 Jarno Trulli Toyota 1:27.748 1:26.327

11 Michael Schumacher Ferrari 1:28.228 1:26.718

12 David Coulthard RBR-Ferrari 1:28.408 1:27.023

13 Vitantonio Liuzzi STR-Cosworth 1:28.999 1:27.219

14 Christian Klien RBR-Ferrari 1:28.757 1:27.591

15 Nico Rosberg Williams-Cosworth 1:28.351 1:29.422

16 Felipe Massa Ferrari 1:28.868

17 Rubens Barrichello Honda 1:29.943

18 Christijan Albers MF1-Toyota 1:30.226

19 Scott Speed STR-Cosworth 1:30.426

20 Tiago Monteiro MF1-Toyota 1:30.709

21 Takuma Sato Super Aguri-Honda 1:32.279

22 Yuji Ide Super Aguri-Honda 1:36.164

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