Neue Trams: BVB haben die Wahl
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Neue TramsBVB haben die Wahl

Drei Firmen buhlen um den 300-Mio.-Tram-Grossauftrag der BVB. Neben den bekannten Combino und Tango tritt auch das Flexity an.

von
Jonas Hoskyn

Bis gestern konnten interessierte Firmen ihre Offerte für den Grossauftrag für 60 Trams mit einem Auftragsvolumen von rund 300 Millionen Franken einreichen. Unter den Bewerbern sind auch die zwei Platzhirsche: Siemens bietet eine neue Variante des Combinos an, Stadler Rail hat zwei verschiedene Tango-Typen im Angebot. Beides macht auf den ersten Blick stutzig. Denn der Grossauftrag wurde von den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) überhaupt nur deshalb nochmals ausgeschrieben, weil sie mit dem aktuellen Tango nicht zufrieden waren. Und auch das Debakel um die Combino-Trams ist in Basel nicht vergessen. «Wir haben uns damals nicht aus der Verantwortung gestohlen», hält Siemens-Sprecher Benno Estermann dagegen, das würden die Kunden schätzen. «Ausserdem kennen wir das Basler Schienennetz.»

Dass dieses ziemlich kompliziert ist, musste auch die Firma Bombardier merken. Erst am Samstagmorgen um vier Uhr sei man mit dem extra auf Basel zugeschnittenen Tram der Fahrzeuggruppe Flexity fertig geworden, so Projektleiter Hans Rudolf Feuz: «Enge Kurven, enge Geleise und schon fast eine hochgebirgige Topografie – Basel ist ein sehr anspruchsvolles Streckennetz.» Die BVB wollen nun unvoreingenommen alle Angebote prüfen. «Es gibt keinen Platzhirsch-Bonus und keine Altlasten – alle haben die gleiche Chance», sagt Sprecherin Dagmar Jenny. Bis im Herbst wollen sich die BVB entschieden haben. Die ersten Trams sollen schon Mitte 2013 in Basel fahren.

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