Nach Laser-Attacken: BVB stellen Frankreich-Tram nach 20 Uhr ein

Aktualisiert

Nach Laser-AttackenBVB stellen Frankreich-Tram nach 20 Uhr ein

Nachdem Tramfahrer wiederholt mit Laser-Pointern angegriffen wurden und eine Chauffeuse verletzt wurde, ziehen die Basler-Verkehrs-Betriebe (BVB) die Reissleine.

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las
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Ein Leser-Reporter berichtete, dass seit geraumer Zeit Laserattacken auf der Tramlinie 3 Probleme bereiten würden. Dabei sei nun mindestens ein Tramchauffeur der BVB durch eine Blend-Attacke mittels Laser verletzt worden.

Ein Leser-Reporter berichtete, dass seit geraumer Zeit Laserattacken auf der Tramlinie 3 Probleme bereiten würden. Dabei sei nun mindestens ein Tramchauffeur der BVB durch eine Blend-Attacke mittels Laser verletzt worden.

Keystone/Georgios Kefalas
Dabei würde besonders die Tramlinie 3 nach Saint-Louis (F) als «heisses Eisen» bezeichnet, so der Leser, der selbst als Tramchauffeur tätig ist.

Dabei würde besonders die Tramlinie 3 nach Saint-Louis (F) als «heisses Eisen» bezeichnet, so der Leser, der selbst als Tramchauffeur tätig ist.

Keystone/Georgios Kefalas
«Die Situation ist dermassen prekär, dass sich Tramchauffeure inzwischen weigern, diese Strecke zu befahren», erzählt uns der BVB-Angestellte. Er sei ausserdem der Meinung, dass die BVB zu wenig unternehme.

«Die Situation ist dermassen prekär, dass sich Tramchauffeure inzwischen weigern, diese Strecke zu befahren», erzählt uns der BVB-Angestellte. Er sei ausserdem der Meinung, dass die BVB zu wenig unternehme.

Keystone/Georgios Kefalas

«In den vergangenen Tagen kam es wiederholt zu sicherheitsrelevanten Vorkommnissen auf der Tramlinie 3 auf französischem Boden», schreiben die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) am Donnerstag, 2. Mai. Bei einem Angriff mit einem Laserpointer sei eine Wagenführerin verletzt worden.

«Aus Sicherheitsgründen hat die BVB deshalb entschieden, die Strecke zwischen Burgfelderhof und Gare de Saint-Louis zwischen 20 Uhr und Betriebsschluss per sofort und ersatzlos einzustellen», heisst es weiter. Auswirkungen auf den Fahrplan auf Schweizer Boden gebe es indes nicht.

«Griffige Massnahmen» erwartet

Am Montag wurden die Angriffe auf dem französischen Teil der Linie bekannt. Zum Schutz der Sicherheit des Fahrpersonals und der Fahrgäste würden nun Massnahmen ergriffen.

«Wir erwarten von den zuständigen französischen Behörden nun endlich griffige und nachhaltige Massnahmen, damit ein sicherer Betrieb dieses Abschnitts wieder möglich ist», sagt Bruno Stehrenberger, Leiter Verkehr der BVB.

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