Ambitioniertes Ziel: BVB wollen ÖV-Klassenprimus werden
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Ambitioniertes ZielBVB wollen ÖV-Klassenprimus werden

Moderner, grüner, kundenfreundlicher: Die BVB investieren in den kommenden zehn Jahren 1,5 Milliarden Franken.

von
Lukas Hausendorf
Die BVB wollen moderner werden: Unter anderem mit standardmässigem WLAN in ihren Fahrzeugen.

Die BVB wollen moderner werden: Unter anderem mit standardmässigem WLAN in ihren Fahrzeugen.

Die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) haben ein ambitioniertes Ziel: «Wir wollen das beste Transport-Dienstleistungsunternehmen in Europa werden», sagt Direktor Jürg Baumgartner. Dafür investieren die BVB in den nächsten zehn Jahren 1,5 Milliarden Franken in über hundert Projekte. Ein Grossteil davon entfällt auf die Beschaffung der 60 bestellten Flexity-Trams, die nun alle aufs Mal ausgeliefert werden, was den Preis um 56,4 auf 255 Millionen Franken senkt.

Damit sind die BVB bereits 2017 komplett mit Niederflurwagen unterwegs. Gleichzeitig müssen aber auch sämtliche Bus- und Tramhaltestellen behindertengerecht umgebaut werden, so dass ein rampen­loser Einstieg möglich ist. Das Behindertengleichstellungsgesetz verlangt die Umsetzung der Massnahme bis 2023.

Mitarbeiter und Technik als Erfolgsschlüssel

Europameister kann aber nur werden, wer neben der modernsten Fahrzeugflotte auch in Sachen Kundenfreundlichkeit neue Massstäbe setzt. «Der Schlüssel sind hier die Mitarbeiter», sagt Baumgartner. Auf die wachsenden Kundenbedürfnisse reagiert man mit spezifischen Schulungen. Auch neue Technologie, wie die flächendeckende Ausstattung der Fahrzeuge mit Gratis-WLAN, soll vermehrt zum Einsatz kommen. In Planung sind auch mobile Zahlungsmöglichkeiten für zurückgelegte Fahrten. Baumgartner verspricht hier für die nächsten neun Jahre «mehrere Pilotprojekte».

BVB rollten 2011 auf Erfolgskurs

Die Basler Verkehrsbetriebe fuhren das vergangene Jahr ein erfreuliches Betriebsergebnis ein. Ihre Trams und Busse transportierten total 130,7 Millionen Passagiere; das sind zwei Millionen mehr als im Vorjahr. Dank der Tariferhöhungen wuchs der Verkehrsertrag um 3,4 auf 119,4 Millionen Franken. Davon blieb am Ende ein Reingewinn von knapp 900 000 Franken. Belastet haben die Rechnung die spürbar gestiegenen Energiepreise.

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