Aktualisiert 21.11.2009 13:07

One-Brand-Strategie

Bye bye Bluewin, hello Swisscom!

Die Namensänderung des Fernsehangebotes Bluewin TV in Swisscom TV ist ein weiterer Schritt in der Strategie, die Tochter komplett in der Dachmarke aufzunehmen. Die E-Mail-Adressen von Bluewin und Bluemail werden jedoch «ewig» leben.

von
Cyprian Zajac

Bereits vor einem Jahr wurde das Erscheinungsbild der Bluewin-Produkte angepasst. «Bluewin existiert so gesehen schon lange nicht mehr als Marke. Einzig der Produktname ist geblieben», erklärt Swisscom-Pressesprecher Sepp Huber. Für Kunden, die den E-Mail-Dienst von Bluewin verwenden, gibt Huber Entwarnung: Bluewin- wie auch Bluemail-Adressen bleiben bestehen.

«Die Swisscom wird, die Bluewin-Adressen sicher beibehalten und nicht plötzlich andere einführen», sagt Brandpulse-Geschäftsleiter Thomas Ramseier. Ein Adressenwechsel könnte viele Kunden verärgern. Als Beispiel diene Konkurrent Sunrise: Mit der Aufgabe der Mail-Endung freesurf.ch habe dieser die Nutzer kräftig verstimmt.

Der Weg der Logik

Laut Ramseier ist es immer riskant, wenn eine Marke umgestellt wird. Die Integration von Bluewin dürfte der Swisscom jedoch keine Probleme bereiten. «Die Swisscom fährt eine clevere Strategie. Die Integration erfolgt Stück für Stück», so Ramseier. Eine One-Brand-Strategie zu fahren, sei logisch und absolut richtig. Einerseits entferne sich die Swisscom einen weiteren Schritt vom Image des Staatsbetriebs, anderseits könne das Unternehmen langfristig Kosten einsparen. «Einfach gesagt: Eine Marke ist günstiger als zwei Marken. Der Brand Bluewin musste gepflegt und kommuniziert werden. Dies fällt nun weg», erklärt Ramseier.

Kosten unproblematisch

Da Bluewin schon lange im Konzern verankert ist, braucht es sicher keine grossen organisatorischen Veränderungen. Laut Ramseier würden lediglich Kommunikationskosten anfallen. Angesichts des langfristigen Gewinns durch die One-Brand-Strategie, dürften diese jedoch unproblematisch sein.

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