Aktualisiert 09.07.2012 09:14

Und noch ein Rekord

C'mon Roger! Die 300 Wochen packst du auch!

Mit dem Wimbledon-Sieg egalisiert Roger Federer Pete Sampras' Bestmarke von 286 Wochen als Weltnummer 1. Die Chancen stehen gut, dass er diesen Rekord auf eine runde Zahl schrauben kann.

von
heg

Die (Sport-)Welt huldigt dem König. Rund um den Globus hagelt es Superlative ob Roger Federers siebtem Wimbledon-Triumph. Zu Recht. Dank diesem Sieg in seinem «Wohnzimmer» grüsst der Maestro ab Montag wieder zuoberst vom Tennisthron. Er egalisiert damit auch Pete Sampras' bisherigen Rekord von 286 Wochen an der Spitze der Weltrangliste. Für den besten Tennisspieler aller Zeiten stehen die Chancen nun gut, dass er die neue Bestmarke auf 300 Wochen legen kann.

Federer muss im Gegensatz zu seinen zwei grossen Rivalen Novak Djokovic und Rafael Nadal bei den nächsten Turnieren viel weniger Punkte verteidigen. Dies, weil es dem 30-jährigen Schweizer im letzten Sommer nicht nach Wunsch lief. Djokovic und Nadal punkteten bei den amerikanischen Hartplatzturnieren, die mit den US Open jeweils enden, deutlich mehr. Ihr jetziges Punktekonto anzuheben, ist für die beiden also nicht einfach. Dem «Joker» drohen sogar schmerzhafte Punkteverluste.

Vorteil Federer

Djokovic muss bis zum Beginn der US Open Ende August 3600 Zähler verteidigen, hat die «Tageswoche» ausgerechnet. Nadal 1390 und Federer «nur» 990. Während «Nole» bei den beiden Turnieren in Toronto und Cincinnati sowie an den US Open höchstens 400 Punkte dazugewinnen kann, könnte der Maestro 3010 Zähler sammeln und seinem Rivalen im Ranking weiter davonziehen.

Ab Federers Heimturnier in Basel Ende Oktober wechseln die Vorteile wieder. Ende 2011 gewann der beste Spieler aller Zeiten die Swiss Indoors, das Hallenturnier in Paris und die World Tour Finals in London, die mit 1500 Punkten dotiert sind. Federers Rivalen sammelten nach dem US Open, bei dem sie beide im Final standen, nicht mehr viele Zähler. Kann der Rasenkönig von Wimbledon seine gute Ausgangslage bis zum Heimturnier nutzen und verteidigt die Führungsposition, knackt er Mitte Oktober die Marke von 300 Wochen an der Weltranglistenspitze.

Gefahr lauert

Im neusten Ranking liegt Federer 75 Punkte vor Djokovic. Auf Nadal hat er einen Vorsprung von 2170 Zähler. Genau an der Stätte des Triumphs ist Federers Position aber ein erstes Mal gefährdet. Gewinnt Djokovic das Olympiaturnier, das in drei Wochen in Wimbledon beginnt, verdrängt er den Schweizer mindestens für kurze Zeit wieder von der Spitze. Aber der heilige Rasen ist ja bekanntlich Federers Revier und daher ist die Chance auf ein solches Szenario eher gering.

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