Cabanas: «Vorher war ja auch nicht alles schlecht»

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Cabanas: «Vorher war ja auch nicht alles schlecht»

Ricardo Cabanas (27) ist im Hoch: Am Dienstag warf der Underdog Köln den Bundesligisten Schalke 04 aus dem Pokalwettbewerb (4:2 n.V.) – und im Januar wird der Nati-Regisseur Papi.

Ricardo Cabanas, bedeutet der tolle Sieg gegen Schalke nach zuletzt drei sieglosen Spielen in der 2. Bundesliga die Wende zum Guten?

Ricardo Cabanas: Natürlich war dieser Erfolg nach der angespannten Stimmung, die bei uns herrschte, ein Riesenaufsteller. Doch vorher war ja auch nicht alles schlecht. Zuhause spielen wir solide, gewannen drei von vier Spielen. Auswärts tun wir uns jedoch schwer und holten in vier Partien lediglich vier Punkte.

Woran liegt das?

Cabanas: Wir passen uns auswärts zu sehr der Spielweise des Gegners an. Da müssen wir die Hebel ansetzen, wenn wir unser Saisonziel, den sofortigen Wiederaufstieg, erreichen wollen. Die Substanz dazu haben wir, wie der Pokalmatch gezeigt hat.

Auch Sie sind in starker Form und wurden von Trainer Hanspeter Latour zum Captain nominiert.

Cabanas: Ich bin eigentlich Vize-Captain. Aber da Culman momentan zweite Wahl ist, habe ich die Binde geerbt. Das Amt gibt mir noch mehr Selbstvertrauen.

Bereuten Sie es bei all dem Wirbel in Köln nie, die Offerte von Absteiger Sunderland abgelehnt zu haben?

Cabanas: Nein. Ich wusste ja, was in Köln abgeht. In dieser Medienstadt gibts immer Schlagzeilen – egal ob man gewinnt oder verliert. Das Angebot von Sunderland war zwar finanziell äusserst lukrativ, doch ich will mich hier durchbeissen.

... und im Januar die Geburt Ihres Kindes feiern. Wirds ein Bub oder ein Mädchen?

Cabanas: Das sage ich nicht.

Wird Fussball auch in der nächsten Generation in Ihrer Familie gespielt?

Cabanas: (Lacht) Es gibt auch Frauenfussball.

Andy Huber

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