Cabriotaxi für den Sommer
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Cabriotaxi für den Sommer

Taxi-Jungunternehmerin Nermin Isler transportiert ihre Gäste in einem Auto, das sich ideal für die Sommerhitze eignet: in einem Cabrio.

Bis vor kurzem war die 37-jährige alleinerziehende Mutter Nermin Isler aus Feldmeilen noch arbeitslos. «Es war schwierig, einen Job zu finden, der es mir erlaubt, mich auch um meine Kinder zu kümmern», sagt die Schweizerin kurdischer Abstammung. Dann machte sie den Taxischein – und gründete ihre Firma EM-Taxi. «Ich bin Fussballfan, und der Name passt zur Euro 08 in der Schweiz», begründet sie die Namenswahl. «Ausserdem sind es die Initialen meiner Töchter Emel und Melanie.»

Nermin Isler wollte aber kein gewöhnliches Taxiunternehmen unter vielen gründen – sondern etwas ganz Besonderes: «Plötzlich hatte ich die zündende Idee, ein Cabrio als Taxi zu verwenden.» Die Abklärungen mit den Behörden ergaben, dass dies möglich ist: In einem Taxi müssen die Gäste gemäss Vorschrift zwar vor der Witterung geschützt sein. Isler: «Wenn ein Gewitter aufzieht, schliesse ich einfach das Verdeck.»

Sobald es im Herbst wieder kälter wird, wird sie auf ein normales Auto wechseln. Die Reaktionen auf ihr BMW-Cabrio-Taxi, mit dem sie seit Montag unterwegs ist, seien durchwegs positiv, freut sich Isler: «Überall, wo ich durchfahre, erregt es Aufsehen. Die Leute sind begeistert von der Idee.»

Marco Lüssi

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