Aktualisiert 24.07.2011 18:45

Sicher im ZielCadel Evans' triumphale Einfahrt in Paris

Cadel Evans bringt die Schlussetappe der Tour de France ohne Probleme hinter sich und steht damit als Gesamtsieger fest. Die letzte Etappe gewinnt Mark Cavendish.

Cadel Evans hat einen der grössten Erfolge eines australischen Sportlers verwirklicht und konnte sich auf den Champs-Elysées als Gesamtsieger feiern lassen. Es ist die Krönung seiner Karriere. Erster des Massenspurts der Schlussetappe wurde Mark Cavendish (Gb).

Mit Cadel Evans hat der regulärste Fahrer die 98. Auflage der Tour de France gewonnen. Der Australier gilt weder als spektakulärer noch als angriffiger Fahrer. Aber der im Südtessin wohnhafte «Aussie» verzeichnete im Verlaufe der drei Wochen auf Frankreichs Strassen keine Schwäche. Acht willige und loyale Teamkollegen bewahrten den Australier vor allen heiklen Situationen. Und wenn es nötig wurde, schritt Evans selber zur Tat. Seine wohl grösste Leistung vollbrachte der erste australische Sieger der Tour de France am Samstag in Grenoble, als er im Zeitfahren seinen Rückstand von 57 Sekunden in einen Vorsprung von 1:34 Minuten umwandelte.

Lobhymne auf den Sieger

Evans' Triumph wurde auch von Christian Prudhomme gewürdigt. «Dieser Triumph ist die Entschädigung für eine lange und schöne Karriere eines Fahrer, der die Rundfahrt perfekt vorbereitete. Evans Erfolg stellt ein Symbol für die Internationalisierung des Radsportes», meinte der Direktor der wichtigsten Rundfahrt der Welt.

Mit Andy und Fränk Schleck schaffte es erstmals in der Geschichte der seit 1903 ausgetragenen Tour de France ein Brüder-Paar auf das Podest. Die beiden Radprofis aus dem Grossherzogtum Luxemburg versprachen, nächstes Jahr erneut anzutreten, um wieder um den Gesamtsieg zu fahren. Dazu müssten sie sich allerdings in den Zeitfahren erheblich steigern.

Cavendish gewinnt die letzte Etappe

Sieger der Massenspurts auf den Champs-Elysées wurde Mark Cavendish. Der Brite feierte damit seinen fünften Tageserfolg der Rundfahrt und seinen insgesamt 20. Etappensieg. Zudem sicherte sich Cavendish erstmals in seiner Karriere das grüne Trikot des punktbesten Fahrers. Fabian Cancellara mischte im Spurt mit und erreichte den 5. Rang.

98. Tour de France. 21. Etappe, Créteil - Paris Champs-Elysées (95 km):

1. Mark Cavendish (Gb) 2:27:02

2. Edvald Boasson Hagen (No)

3. André Greipel (De)

4. Tyler Farrar (USA)

5. Fabian Cancellara (Sz)

6. Daniel Oss (It), alle gleiche Zeit

Schlussklassement:

1. Cadel Evans (Au) 86:12:22

2. Andy Schleck (Lux) 1:34

3. Fränk Schleck (Lux) 2:30

Spezialklassemente. Punkte:

1. Cavendish 223.

2. Rojas 272.

3. Gilbert 236.

4. Evans 208.

5. Hushovd 195.

6. Hagen 192.

Bergpreis:

1. Sanchez 108.

2. Andy Schleck 98.

3. Vanendert 74.

4. Evans 58.

5. Fränk Schleck 56.

6. Contador 51.

Teams:

1. Garmin-Cervélo (Vande Velde) 258:18:49.

2. Leopard-Trek (Schleck, Cancellara) 11:04.

3. AG2R-La Mondiale (Peraud) 11:20.

4. Europacar (Voeckler) 41:53.

5. Euskaltel-Euskadi (Sanchez) 52:00.

6. Sky Procycling (Uran) 58:24. -

Ferner:

8. Saxo Bank-Sungard (Contador) 1:16:12.

14. BMC Racing Team (Evans, Morabito, Schär) 2:12:10.

18. Lampre-ISD (Cunego, Loosli) 2:44:36.

Jungprofi:

1. Rolland 86:23:05.

2. Taaramae 0:46.

3. Coppel 7:53.

4. Jeannesson 10:37.

5. Ruijgh 22:21.

6. Uran 32:05.

Ferner:

25. Schär 2:38:54.

(si)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.