Cafetiers begraben Mindestgebühr-Idee
Aktualisiert

Cafetiers begraben Mindestgebühr-Idee

Der Schweizer Cafetier Verband (SCV) gibt die Idee eines Mindestkonsumationspreises von fünf Franken auf. Der Verband ist am Montag mit einer Welle von Protesten überschwemmt worden.

Dies sagte SCV-Geschäftsführerin Johanna Bartholdi am Montagabend dem Zürcher Lokalsender «Radio 24».

«Wir hatten ein kleines Schneebrettchen erwartet, doch gekommen ist eine richtige Lawine», sagte Bartholdi. Und weiter: «Die Idee ist wahrscheinlich gestorben, sie wird wahrscheinlich nicht weiter geführt.» Diese Massnahme war Teil einer Reihe von Empfehlungen, die der Verband seinen Mitgliedern zur Behebung der Umsatzprobleme vorschlagen will. Der Mindestkonsumationspreis hätte etwa als Eintritt erhoben werden, bei dem ein Getränk inbegriffen gewesen wäre, hatte es am (gestrigen) Sonntag geheissen. Eine Arbeitsgruppe des Verbands habe dies in einer Auslegeordnung erwogen.

Der Hotellerie- und Restaurationsverband GastroSuisse hat sich am Montag von der Idee distanziert. Die Umsetzung eines solchen Minimalpreises sei im weitgehend liberalisierten Gastgewerbe mit seinem sehr beträchtlichen Angebotsübergang und den unterschiedlichen Kostenstrukturen kaum realistisch, teilte der Verband mit. Markt- und Branchenprobleme könnten nicht über einen Mindestkonsumationspreis gelöst werden. Gefragt seien innovative Konzepte und überzeugende Angebote, die die Gäste zum Konsum und zum Verweilen in den Betrieben einlüden. Die Idee eines solchen Mindestpreise sei unausgegoren und nicht marktreif, erklärte GastroSuisse. (dapd)

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