Angst um Nutztiere: Calanda-Wölfe: SVP sieht Handlungsbedarf
Aktualisiert

Angst um NutztiereCalanda-Wölfe: SVP sieht Handlungsbedarf

Die Wölfe im Taminatal versetzen Anwohner in Angst und reissen Hirsche. Nun reagieren Politiker.

von
taw
Im Taminatal treibt sich ein zehnköpfiges Wolfsrudel um. (Bild: zvg)

Im Taminatal treibt sich ein zehnköpfiges Wolfsrudel um. (Bild: zvg)

«Das Unbehagen in der Bevölkerung ist gross. Da muss man handeln», sagt Urs Schwitter, Ex-Präsident der SVP Taminatal. Er spricht von den zehn Wölfen, die sich im Siedlungsgebiet des Taminatals herumtreiben und Anwohner ängstigen. Geht es nach dem Bundesrat, soll sich daran allerdings vorerst nichts ändern. Obwohl das Eidgenössische Parlament 2010 eine Motion überwies, die Abschüsse von Wölfen legalisieren will, hält die Landesregierung am Schutz des Wolfes fest.

«Das kann doch nicht sein», ärgert sich Schwitter. Die Raubtiere müssten laut dem SVP-Mann notfalls straffrei geschossen werden können.

«Man muss sich nicht wundern, wenn plötzlich ein Wolf fehlt»

Noch deutlicher wird ein Landwirt aus dem Taminatal: «Zur Not nehmen wir die Sache selbst in die Hand. Man muss sich nicht wundern, wenn plötzlich ein Wolf fehlt.»

Auch die St. Galler Schafzüchter sehen Handlungsbedarf. Das vom Kanton erarbeite Wolfs-Konzept und die Anlaufstelle für Herdenschutz sind laut Martin Keller, Präsident des St. Galler Schafzuchtverbands, ein wichtiger Schritt. Dennoch: «Die Massnahmen zum Herdenschutz sind ein riesiger Aufwand, vor allem finanziell», so Keller.

Angespannt ist die Lage auch bei den Bauern. «Wenn die Kälber im Frühling auf die Weide kommen, hat man schon ein ungutes Gefühl», so Peter Nüesch, Präsident des St. Galler Bauernverbands. Hauptproblem für Nüesch ist die rasche Vermehrung: «Man muss aufpassen, dass der Wolf nicht überhandnimmt.»

Deine Meinung