Lafuma-Übernahme : Calida hat Umsatz mehr als verdoppelt
Publiziert

Lafuma-Übernahme Calida hat Umsatz mehr als verdoppelt

Erfreuliche Bilanz für die Calida-Gruppe: Der Halbjahresgewinn stieg im Vergleich zu 2013 um 16,6 Prozent auf 5,2 Mio. Franken. Dies Dank der Übernahme des Sportbekleiders Lafuma.

Felix Sulzberger, CEO Calida.

Felix Sulzberger, CEO Calida.

Die Calida-Gruppe hat ihren Umsatz aufgrund der Übernahme der Sportbekleidungsgruppe Lafuma mehr als verdoppelt. Er betrug in der ersten Jahreshälfte 197,4 Mio. Fr. Der Halbjahresgewinn stieg im Vergleich zu 2013 um 16,6 Prozent auf 5,2 Mio. Franken.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um knapp die Hälfte auf 9,1 Mio. Franken, wie die Luzerner Wäscheherstellerin am Dienstag mitteilte. Damit stieg der Gewinn durch die Akquisition weniger stark an als der Umsatz.

Die französische Lafuma-Gruppe hatte nämlich bisher mehrere Jahre lang Verluste geschrieben. Deshalb hat Calida nach der Aufstockung ihrer bereits bestehenden Beteiligung auf eine Mehrheit von 59,9 Prozent und der damit verbundenen Übernahme der operativen Verantwortung eine Restrukturierung eingeleitet.

Diese zeigt erste Fortschritte: Mit einem Betriebsergebnis von 1,5 Mio. Euro schrieb Lafuma wie geplant nach einem Verlust von 54,2 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahrs einen operativen Gewinn.

Calida-Gruppe wird neu in fünf Divisionen geführt

Überhaupt stand in der ersten Jahreshälfte für die Luzerner Gruppe die Integration der Sportbekleidungsherstellerin im Vordergrund. So wird die Calida-Gruppe neu in fünf Divisionen geführt. Mit Lafuma, zu der etwa die Bekleidungsmarken Millet Mountain und Oxbow, aber auch Gartenmöbel gehören, will Calida sich breiter aufstellen.

Bei den Kernmarken Calida und Aubade erwartete die Gruppe gemäss Angaben vom April nämlich ein schwieriges Geschäftsjahr. Die Wäschemarke Calida, die mit rund einem Drittel den grössten Anteil zum Gruppenumsatz beisteuert, konnte jedoch in der ersten Jahreshälfte beim Umsatz um 1,5 Prozent zulegen. Aubade dagegen büsste aufgrund der schlechten Konsumentenstimmung im Heimatmarkt Frankreich 4,1 Prozent ein.

Aufgrund des insgesamt positiven Ergebnisses im ersten Halbjahr und der Auftragslage gibt sich Calida zuversichtlich für das Gesamtjahr. (sda)

Deine Meinung