Activision hat genug - «Call of Duty»-Publisher verklagt Cheat-Anbieter
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Activision hat genug«Call of Duty»-Publisher verklagt Cheat-Anbieter

Publisher Activision hat die Nase voll und verklagt einen der grössten Cheat-Anbieter. Ihr Shooter-Spiel «Call of Duty» wird von Spielerinnen und Spieler überschwemmt, die illegale Hilfsprogramme verwenden.

von
Marc Gerber

«Call of Duty: Warzone» wird von Cheatern überrennt.

Darum gehts

  • Beim Spiel «Call of Duty: Warzone» wird viel betrogen.

  • So gebrauchen viele Spieler und Spielerinnen illegale Hilfsprogramme.

  • Diese ermöglichen im Shooter-Game eine Zielhilfe oder die Sicht durch Wände.

  • Publisher Activision hat nun genug und verklagt den grössten Cheat-Anbieter.

Was im Radsport in den 90ern das Doping war, ist heute der Cheat im E-Sport: Er verfälscht die Sportart. Im E-Sport ist es aber definitiv einfacher zu betrügen, ein kurzer Klick auf den Download-Button und schon ist der Cheat auf der Festplatte. So wird man schnell zum Schein-Profi: Dank Aim-Bot und Wallhack sieht man durch Wände und trifft jeden Gegner. «Call of Duty: Warzone» ist eines der Spiele, die mit einer Cheater-Flut zu kämpfen haben. Darum verklagt jetzt der Publisher Activision die Cheater-Firma.

Im Internet gibt es richtige Cheat-Fabriken, die ihre beste Bescheiss-Software für Geld anbieten und so das grosse Geschäft machen. So wird auch in offiziellen E-Sport-Turnieren betrogen, darum darf die Software nicht entdeckt werden, was sie natürlich teurer macht. Es gibt sogar Pro-Gamer, die über mehrere Monate betrogen haben und nicht entdeckt wurden, weil sie so gute Software eingesetzt haben. Das ist Activision ein Dorn im Auge.

Nicht die erste Klage

Nach dem Activision schon einmal gegen eine grosse Cheater-Website juristisch vorgegangen ist, soll es nun der Seite «Engine Owning» an den Kragen gehen. Die Homepage bietet Cheats für unzählige Spiele wie «Halo», «CoD» und «Battlefield» an. Ob die Anklage wirklich was bringt, ist fragwürdig. So muss man zuerst die Hintermänner dieser Seite entlarven und auch wenn die Seite vom Netz genommen wird, tauchen solche Seiten unter anderem Namen schnell wieder im Netz auf. Vielleicht möchte Activision den Nutzerinnen und Nutzern und Cheat-Entwicklern mit der Anklage Angst einflössen und auf die juristischen Konsequenzen aufmerksam machen.

Das Geld, das Activision für die Rechtsabteilung einsetzt, könnte auch in das Anti-Cheat-Programm von «CoD: Warzone» investiert werden. Denn gerade weil die Software so fehlerhaft funktioniert, gibt es erst so viele Cheat-Möglichkeiten. Fakt ist: Ganz ohne Cheats wird es wahrscheinlich nie gehen. Selbst Spiele wie der Online-Shooter «Valorant» von «LoL»-Endwickler Riot hat mit Betrügern zu kämpfen – und dieses Spiel nutzt eines der besten Anti-Cheat-Programme auf dem Markt.

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