Aktualisiert 23.01.2008 13:23

Calmy-Rey begrüsst Rice am Flughafen

Die US-Aussenministerin Condoleeza Rice und ihre Schweizer Amtskollegin Micheline Calmy-Rey haben sich zufrieden über die bilateralen Beziehungen geäussert. Besorgt zeigten sie sich bezüglich der humanitären Lage im Nahen Osten.

Das Gespräch sei sehr konstruktiv und herzlich gewesen, sagte Aussenministerin Calmy-Rey nach dem Treffen am Flughafen Zürich. Laut Rice unterhielten sich die beiden lange über den gemeinsamen Dialog, der 2006 in einem Memorandum of Understanding institutionalisiert worden sei.

Die Beziehungen zwischen den USA und der Schweiz gingen auf eine lange Tradition zurück und seien sehr gut, sagte Calmy-Rey. Die Schweiz vertritt seit 1980 die Interessen der USA im Iran, worüber die beiden Aussenministerinnen sich ebenfalls austauschten.

Kosovo-Status rasch klären

Die beiden äusserten sich besorgt über die humanitäre Situation im Nahen Osten. Zudem sprachen sie über die nächsten Schritte in der nach Unabhängigkeit strebenden serbischen Provinz Kosovo. Die Statusfrage müsse rasch geklärt werden, forderten die beiden. Weiteres Thema des rund 30-minütigen Gesprächs war Afghanistan.

Ob die USA die Schweiz in einem Bereich explizit um Hilfe baten, wollte Calmy-Rey nicht sagen. Die USA wüssten aber, dass die Schweiz eine verlässliche Partnerin sei, betonte sie.

Das erste Treffen der beiden Frauen in der Schweiz fand auf Rices Weg nach Davos statt. Dort soll Rice vor der offiziellen Eröffnung des Weltwirtschaftsforums (WEF) mit Bundespräsident Pascal Couchepin ein Gespräch führen. Die beiden werden am Abend das WEF eröffnen. Dieses dauert bis am Sonntag.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.