Calmy-Rey in Bosnien-Herzegowina

Aktualisiert

Calmy-Rey in Bosnien-Herzegowina

Zum Auftakt ihrer fünftägigen Südosteuropareise ist Bundesrätin Micheline Calmy-Rey heute in Sarajewo mit dem Aussenminister von Bosnien und Herzegowina, Sven Alkalaj, zusammengetroffen.

Sie sprachen sich für eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit aus. Calmy-Rey betonte zudem die Bedeutung von Serbien.

Calmy-Rey und Alkalaj haben sich für die bilaterale Zusammenarbeit in multilateralen Foren ausgesprochen und wollen sich dazu auf Expertenebene regelmässig absprechen, wie Lars Knuchel, der Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), auf Anfrage sagte. So habe Bosnien und Herzegowina beispielsweise die Wahl von Jean Ziegler in den Ausschuss des UN-Menschenrechtsrats unterstützt, sagte Knuchel. Calmy-Rey habe am Treffen zudem die Bereitschaft der Schweiz betont, die prioritäre Zusammenarbeit mit Bosnien und Herzegowina weiterzuführen. Zur Zeit investiert die Schweiz 15 Millionen Euro pro Jahr in den Bereichen technische Zusammenarbeit, wirtschaftliche Unterstützung, Gesundheit, Infrastruktur, zivile Friedensförderung und Sicherheit.

Im Anschluss an das Treffen betonte Calmy-Rey vor den Medien, Serbien sei sehr wichtig für die Schweiz, wie der Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ausführte. Zwar sei bei dieser Südosteuropareise kein Besuch möglich gewesen, sie hoffe aber, dies in nächster Zukunft nachholen zu können. Die Schweiz habe immer eine ausgeglichene Politik im Westbalkan unterstützt und habe ein starkes Interesse an Stabilität in der Region. Calmy-Rey fügte zudem an, die Anerkennung Kosovos sei kein Präzedenzfall gewesen.

Am Donnerstagnachmittag stand ein Höflichkeitsbesuch bei den Präsidien sowie ein Besuch beim Gerichtshof von Bosnien-Herzegowina auf dem Programm der Schweizer Aussenministerin.

Der heikle Teil ihrer Reise steht Calmy-Rey am (morgigen) Freitag bevor. In der kosovarischen Hauptstadt Pristina stehen unter anderem zwei Treffen mit Präsident Fatmir Sejdiu und Premierminister Hashim Thaci auf dem Programm, bevor dann am frühen Abend die Schweizer Botschaft in der inzwischen unabhängig gewordenen Provinz Serbiens offiziell eröffnet wird. (dapd)

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