Calmy-Rey lobt Engagement der KFOR
Aktualisiert

Calmy-Rey lobt Engagement der KFOR

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ist am zweiten Tag ihres Besuches im Kosovo zu den Soldaten der Swisscoy gereist.

«Die Anwesenheit der KFOR bleibt Voraussetzung für jeglichen Fortschritt im Kosovo», lobte sie deren Engagement.

«Kein anderes europäisches Land hat mehr Interesse als die Schweiz an einem befriedeten Kosovo mit Zukunftsperspektiven», sagte die Aussenministerin am Samstag im Camp Casablanca, 70 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Pristina. Die Swisscoy sei ein wichtiges Instrument der Schweizer Aussenpolitik.

Als Mitglied der Schutztruppe KFOR seien die Schweizer Soldaten Teil eines international anerkannten Organismus, der den Ruf von Unparteilichkeit und Integrität geniesse, sagte Calmy-Rey weiter. Damit die Sicherheit gewährleistet bleibe, gebe es zum Engagement der Swisscoy auch in Zukunft keine Alternative.

Die Zahl der Schweizer Soldaten im Camp Casablanca beträgt normalerweise 220. Nur rund ein Dutzend Westschweizer sind derzeit darunter. Die Schweizer teilen sich das Camp mit 500 Österreichern. Insgesamt umfasst die NATO-Truppe im Kosovo (KFOR), die 1999 gegründet wurde, 16 000 Soldaten.

Neues Kontingent im April

Der Nationalrat befürwortete Anfang März die Verlängerung des Mandats bis 2011. Der Ständerat muss im Sommer darüber befinden. Das aktuelle Swisscoy-Kontingent wird am 3. April durch ein neues ersetzt.

Swisscoy-Soldat Frédéric, der seinen Einsatz dann beendet, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, er halte die Mission für nützlich für das Land. «Die Gegend, in der wir tätig sind, ist relativ ruhig, doch im Allgemeinen ist die Lage im Kosovo nicht stabil.»

(sda)

Deine Meinung