Aktualisiert 02.05.2018 21:09

Facebook-Daten abgezweigtCambridge Analytica macht nach Skandal dicht

Nach dem Skandal um 87 Millionen abgezweigte Facebook-Daten stellt das umstrittene Analyse-Unternehmen Cambridge Analytica den Betrieb ein.

von
chi
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Mark Zuckerberg am Tag vor seiner Anhörung in Washington. (9. April 2018)

Mark Zuckerberg am Tag vor seiner Anhörung in Washington. (9. April 2018)

Keystone/Alex Wong/Getty Images
«Ich denke, die Leute sollten uns daran messen, dass wir aus unseren Fehlern lernen»: Mark Zuckerberg. (Archivbild)

«Ich denke, die Leute sollten uns daran messen, dass wir aus unseren Fehlern lernen»: Mark Zuckerberg. (Archivbild)

Keystone/Steven Senne
Hat sich entschuldigt und Reformen angekündigt: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (Archivbild)

Hat sich entschuldigt und Reformen angekündigt: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (Archivbild)

Keystone/Jeff Roberson

Cambridge Analytica, die Firma im Mittelpunkt des aktuellen Datenskandals um Facebook, soll laut einem Medienbericht geschlossen werden. Auch die britische Dachgesellschaft SCL Group mache dicht, sagte SCL-Gründer Nigel Oakes dem «Wall Street Journal».

Auslöser sei, dass die Firma Kunden verloren habe und zugleich die Anwaltskosten im Zuge der Ermittlungen zum Datenskandal in die Höhe gingen, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen.

Daten gesammelt

Cambridge Analytica hatte von einem Cambridge-Professor Daten von Millionen Facebook-Nutzern erhalten, die er über eine Umfragen-App gesammelt hatte. Dabei hatten nur einige hunderttausend Nutzer an der Umfrage teilgenommen. Der Rest waren einige Informationen über ihre Facebook-Freunde, zu denen die App nach damaliger Funktionsweise des Online-Netzwerks auch Zugang hatte.

Facebook machte diese Schnittstellen bereits 2014 dicht und betont, dass die Weitergabe der Daten durch den Professor ein «Vertrauensbruch» gewesen sei. Dennoch stürzte der Fall auch Facebook in eine Krise.

Cambridge Analytica beurlaubte im Zuge des Skandals Firmenchef Alexander Nix. Die Firma hatte auch für das Wahlkampfteam von Donald Trump gearbeitet.

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