Tiersex?: Camerons schweinische Studentenzeit
Aktualisiert

Tiersex?Camerons schweinische Studentenzeit

Ein Parteikollege behauptet über den britischen Premierminister David Cameron, dieser habe sich während seines Studiums tierisch ausgelebt. Stichwort: #Piggate.

von
nsa
1 / 3
Ein Buch, das der «Daily Mail» am 21. September 2015  vorliegt, setzt den britischen Premierminister David Cameron unter Druck.

Ein Buch, das der «Daily Mail» am 21. September 2015 vorliegt, setzt den britischen Premierminister David Cameron unter Druck.

epa/Andy Rain
Während seiner Studentenzeit soll er seinen Penis in den Mund eines abgetrennten Schweinekopfs gesteckt haben.

Während seiner Studentenzeit soll er seinen Penis in den Mund eines abgetrennten Schweinekopfs gesteckt haben.

epa/Andy Rain
Autor Lord Michael Ashcroft hat mit Cameron noch eine Rechnung offen.

Autor Lord Michael Ashcroft hat mit Cameron noch eine Rechnung offen.

Parliment.uk

Eine Schlammschlacht bahnt sich in der britischen Politik an: Der «Daily Mail» liegt derzeit ein Buch vor, das den Premierminister und Vorsitzenden der Tories, David Cameron, in Bedrängnis bringen könnte.

Die unautorisierte Biographie «Call me Dave» von Lord Michael Ashcroft, einem langjährigen Parteigenossen Camerons, beleuchtet unter anderem dessen Studentenzeit an der Eliteuniversität Oxford. Der Autor beruft sich auf einen ehemaligen Mitstudenten. Dieser wirft dem Premierminister im Buch nicht nur vor, Cannabis und Kokain konsumiert zu haben. Auch soll Cameron seinen Penis in den Mund eines abgetrennten Schweinekopfes gesteckt haben – im Rahmen eines Aufnahmerituals für die Studentenverbindung Piers Gaveston.

Die Studentenverbindungen an den Eliteuniversitäten und ihre Rituale haben in Grossbritannien einen schlechten Ruf. Sie seien Clubs, in denen die Oberschicht sich hemmungslos austobe, kritisieren grosse Teile der Gesellschaft. Camerons Mitgliedschaft beim Bullingdon Club und bei Piers Gaveston wird dem konservativen Politiker regelmässig als Zeichen für seine mangelnde Volksnähe vorgehalten.

«Es ist auch mir peinlich»

Laut dem «Tagesspiegel» ist das Buch allerdings als Abrechnung zu verstehen. Milliardär Ashcroft ging 2010 bei der Vergabe von Regierungsämtern leer aus, obwohl er Camerons Partei Millionenbeträge gespendet hatte.

Cameron selbst hat die Schweinesex-Vorwürfe noch nicht kommentiert. Er streitet ab, während seiner Amtszeit Kokain oder Cannabis konsumiert zu haben – vermeidet es aber, Äusserungen zu seiner Studentenzeit zu machen.

In den sozialen Medien werden die Vorwürfe heiss diskutiert. Der Hashtag #Piggate trendet weltweit. Ein User namens Camerons Schwein meldete sich mit dem Kommentar: «Schaut, es ist auch peinlich für mich.»

Deine Meinung