Releases der Woche: Camila Cabello ist ohne Fifth Harmony noch besser

Publiziert

Releases der WocheCamila Cabello ist ohne Fifth Harmony noch besser

Die ehemalige Fifth-Harmony-Sängerin veröffentlicht ihr Solo-Debüt, Dua Lipa bekämpft sich selbst und Alt-J kommen ins Hallenstadion – hier liest du das Neueste aus der Musikwelt.

von
nei

Das Album der Woche: Camila Cabello – «Camila»

Camila Cabello war One-Direction-Fan der ersten Stunde. Laut eigener Aussage weinte sie, als Zayn Malik die Boygroup 2015 verliess. Zwei Jahre später machte sie den gleichen Move und stieg bei ihrer Band Fifth Harmony aus, um eine Solokarriere zu lancieren. Nun ist ihr Debüt «Camila» erschienen – und es ist stärker als alles, was sie zuvor mit ihren Kolleginnen gemacht hatte.

Die Single «Havana» krallte sich bereits vor Monaten auf der halben Welt in den Top 10 der Charts fest. Es ist ein verführerischer Song, in dem Cabellos kubanische Wurzeln durchschimmern – das Arrangement klingt nach brütender Hitze. Solche Latin-Einflüsse hört man auf «Camila» ständig, etwa in den Steeldrums in «Inside Out».

«Inside Out» von Camila Cabello. (Quelle: Youtube/CamilaCabelloVEVO)

Die andere Stärke der ehemaligen «The X-Factor»-Teilnehmerin sind Piano-Balladen wie «Something's Gotta Give», die herrlich zu ihrer Schlafzimmer-Stimme passen. Ab und zu wird diese mit Auto-Tune verziert, was überhaupt nicht nötig wäre, weil es an Talent nicht mangelt. Die Tonkorrektur wird hier eher punktuell als Effekt eingestreut und wirkt selten störend.

In der Musikwelt herrschte Skepsis, als die 20-Jährige ihre Solokarriere startete. Mit ihrem Debüt straft Cabello ihre Kritiker nun allerdings Lügen. «Camila» könnte der Anfang eines Aufstiegs sein, der sich mit anderen Castingband-Aussteigern wie Justin Timberlake, Beyoncé oder Robbie Williams vergleichen lässt.

Das Video der Woche: Dua Lipa liebt sich selbst

An der Oberfläche ist «IDGAF» der britischen Pop-Überfliegerin Dua Lipa ein klassischer Trennungssong. Im Videoclip zur neuen Single streitet die «New Rules»-Sängerin jedoch mit sich selbst: «Es zeigt meine starke Seite, die mit meiner schwachen Seite kämpft», sagt sie. «Dabei muss man sich selbst lieben, um all die Negativität zu überwinden.» Laut Dua Lipa hat der Dreh des Videos gerade mal 22 Stunden gedauert – Respekt!

Dua Lipa und ihr Alter Ego im neuen Video zu «IDGAF». (Quelle: Youtube/Dua Lipa)

Das Konzert der Woche: Alt-J – Sonntag, 21. Januar, Hallenstadion.

Alt-J sind nicht aufzuhalten: Seit dem Release ihres grandiosen Debüts «An Awesome Wave» (2012) mauserten sie sich vom Hipster-Geheimtipp zur wohl grössten Indie-Avantgarde-Pop-Band unserer Zeit. Mittlerweile füllen sie problemlos Stadien und nach dem umjubelten Auftritt am letztjährigen Openair St. Gallen gastieren die Engländer diese Woche erstmals im Zürcher Hallenstadion. Dort präsentiert das Dreiergespann aus Leeds unter anderem das im vergangenen Juli veröffentlichte dritte Album «Relaxer».

«Deadcrush» von Alt-J. (Quelle: Youtube/alt-J)

Die ratternden Beats, vertrackten Songstrukturen und der unverkennbar nasale Gesang von Frontmann Joe Newman wirken live fast schon hypnotisch. Falls du nicht weisst, wie das klingt, empfehlen wir dir entweder das Video zur aktuellen Single «Deadcrush» oder die legendäre Parodie «How To Write An Alt-J-Song».

Wir verlosen Tickets für die fast ausverkaufte Show vom kommenden Sonntag: Schick ein Mail an konzerte@20minuten.ch – ausgelost wird am Mittwochabend, 17. Januar, um 17 Uhr.

Deine Meinung