Tanzvideo zu «My Oh My»: Camila Cabello schafft es dank einem Schweizer auf Platz eins

Aktualisiert

Tanzvideo zu «My Oh My»Camila Cabello schafft es dank einem Schweizer auf Platz eins

Rodney Chonia arbeitet in Los Angeles erfolgreich als Tänzer, Choreograf und Regisseur. Nun hat der Zürcher den neusten Clip für Superstar Camila Cabello umgesetzt – und ihr zu einem Charterfolg verholfen.

von
Martin Fischer
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Der Schweizer Tänzer und Regisseur Rodney Chonia arbeitet seit Jahren sehr erfolgreich in den USA.

Der Schweizer Tänzer und Regisseur Rodney Chonia arbeitet seit Jahren sehr erfolgreich in den USA.

Sein jüngster Prestigeerfolg: Er hat Regie geführt bei Camila Cabellos neustem Video.

Sein jüngster Prestigeerfolg: Er hat Regie geführt bei Camila Cabellos neustem Video.

Screenshot Youtube
Beim Clip handelt es sich um ein Dance-Video zum Song «My Oh My», das während des Lockdowns in  LA umgesetzt wurde.

Beim Clip handelt es sich um ein Dance-Video zum Song «My Oh My», das während des Lockdowns in LA umgesetzt wurde.

Screenshot Youtube

Darum gehts

  • Der 26-jährige Zürcher Rodney Chonia hat Regie geführt bei Camila Cabellos neustem Video.
  • Der Clip wurde während des Lockdowns in Los Angeles umgesetzt.
  • In den Hauptrollen sind die Tänzerinnen und Tänzer von Camilas Bühnenteam zu sehen.
  • Rodney lebt seit 2015 in den USA und arbeitet Tänzer, Choreograf und Regisseur.

Das Video

Anfang Mai hat Pop-Superstar Camila Cabello (23) ihr neustes Video auf Youtube hochgeladen. Es ist eine Quarantäne-Version zu ihrer im Januar veröffentlichten Single «My Oh My». Im Fokus des Clips: Die Tänzerinnen und Tänzer, mit denen Camila normalerweise auf der Bühne steht.

Die Story des Videos ist simpel: Zu Beginn meldet sich die Sängerin per Facetime bei ihren Choreografen und sagt, ihnen, dass sie sie vermisse. Aktuell wäre Cabello gerade auf Tournee mit ihrem Album «Romance», vor wenigen Tagen wurde die Tour abgesagt (auch das geplante Konzert in Zürich fällt damit aus). Die Tanzprofis schlagen Camila vor, sich in einen Bühnenlook zu werfen – und starten einen virtuellen Dance-off mit ihrem Team, inklusive Camila.

Der Macher

Für die Umsetzung war der Zürcher Rodney Chonia verantwortlich. Er kennt die beiden Choreografen von Camilas Tanz-Team und hat mit ihnen die Idee entwickelt, ein Quarantäne taugliches Tanz-Video zum Song zu machen. Die Vision: «Wir wollen Hoffnung, Freude, Lachen und gute Energie verbreiten», sagt Rodney.

Der 26-jährige Tänzer und Regisseur lebt seit einigen Jahren in Los Angeles, wo er mittlerweile mit den grössten der Musikbranche zusammenarbeitet. Er stand bei den Grammys 2019 mit Camila Cabello auf der Bühne, tanzte am Coachella für Ariana Grande und setzt aktuell die Dance-Videos für Major Lazer um.

Das Ziel

Der Auftrag von Camila ans Kreativ-Team war klar: Sie wollte ihrer Single einen neuen Push verleihen und auch in den Charts nach vorn kommen. Die Mission hat Rodney erfüllt: «My Oh My» ist in den US-Charts diese Woche an die Spitze hochgeklettert und hat wenige Tage nach dem Videorelease Platinstatus erreicht, wie ihr Manager Gian Mitchell via Instagram mitteilt.

Der Dreh

Geprobt haben die Tänzerinnen und Tänzer für das «My Oh My»-Video über Facetime. Rodney flitzte für die Aufnahmen dann einen Tag lang kreuz und quer durch LA und filmte die Hauptdarsteller zuhause oder draussen – stets unter Einhaltung der Social-Distancing-Auflagen. «Danach habe ich einen Tag lang geschnitten und editiert.» Nur 72 Stunden nachdem Rodney und die beiden Choreografen die Idee gehabt hatten, ist der Clip fertig.

Die Reaktionen

Camila hätte geweint, als sie das Video das erste Mal gesehen hat, erzählt Rodney. «Wir haben das geschafft, was sie sich gewünscht hatte.» Auf ihrem Insta-Account mit fast 50 Millionen Followern bedankt sich Camila Cabello auch beim Regisseur und verlinkt ihn ihrem Post zum Video. Dazu schreibt sie: «Ich hoffe, euch gefällts!» Und setzt eine Sechser-Reihe-Emoji-Herzen dazu.

Der «My Oh My»-Dance-Clip hat in der ersten Woche rund 1,5 Millionen Aufrufe auf Youtube geholt. Es wäre auch denkbar, dass sie das Projekt fortsetzen, sagt Rodney. So oder so: Er hätte trotz Lockdown gerade richtig viel zu tun. «Man bleibt kreativ in dieser Zeit.»

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