«Schlimmster Strandtag» - Camila Cabello wehrt sich gegen Bodyshaming durch Paparazzi
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«Schlimmster Strandtag» Camila Cabello wehrt sich gegen Bodyshaming durch Paparazzi

Die Sängerin hat es satt, sich am Strand «super verletzlich und unvorbereitet» zu fühlen. Auf Instagram klagt sie über die unrealistischen Schönheitsideale unserer Gesellschaft.

von
Lorena Wahrenberger
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Der Musikerin reichts: Nach einem Strandtag wendet sie sich mit ehrlichen Worten rund um ihre Unsicherheiten an ihre Instagram-Community.

Der Musikerin reichts: Nach einem Strandtag wendet sie sich mit ehrlichen Worten rund um ihre Unsicherheiten an ihre Instagram-Community.

Instagram/camila_cabello
Cabello wird stets von Paparazzi verfolgt, was ihr immensen Druck macht. 

Cabello wird stets von Paparazzi verfolgt, was ihr immensen Druck macht. 

DUKAS
Grundsätzlich fühlt sich die 25-Jährige in ihrem Körper wohl. Aber die Schönheitsideale unserer Gesellschaft schlängeln sich doch manchmal in ihre Gedanken. 

Grundsätzlich fühlt sich die 25-Jährige in ihrem Körper wohl. Aber die Schönheitsideale unserer Gesellschaft schlängeln sich doch manchmal in ihre Gedanken. 

Instagram/camila_cabello

Darum gehts

  • Camila Cabello hat sich noch nie davor gescheut, sich gegen Bodyshaming auszusprechen.

  • Trotz des Bewusstseins wird die Sängerin an Strandtagen von Selbstzweifeln überhäuft und gesteht, wie sie sich selbst unter Druck setzt. 

  • Grund dafür sind die Paparazzi, die sie auf Schritt und Tritt verfolgen. 

  • Die 25-Jährige nervt sich darüber, sich mit unrealistischen Schönheitsidealen der Gesellschaft zu plagen. 

  • Die «Havana»-Interpretin wünscht sich, das Selbstbewusstsein ihres siebenjährigen Ichs zurück. 

Noch nie hat sich Camila Cabello davor gescheut, sich gegen Bodyshaming auszusprechen. Und dennoch kämpft die 25-Jährige immer noch mit Unsicherheiten, wenn sie sich im Bikini zeigt. «Ich bin noch nicht an dem Punkt in meiner Entwicklung, an dem es mir egal ist», erklärt sie. Schon immer habe sie sich «super verletzlich und unvorbereitet» gefühlt, sobald sie sich in der Öffentlichkeit bewegte.

Kein Wunder, weiss die «Havana»-Interpretin genau, dass ihre Zeit am Strand stets von Paparazzi dokumentiert wird. Dieses Unwohlsein erreichte am vergangenen Wochenende nun den Höhepunkt, als sie einen Tag in einem Strandclub in Miami verbrachte.

Verfälschtes Bild eines «gesunden» Frauenkörpers

Unsere Gesellschaft habe sich an das Bild eines «gesunden» Frauenkörpers gewöhnt, das für viele überhaupt nicht der Realität entspreche, richtet sich Cabello mit ehrlichen Worten an ihre Instagram-Community. «Photoshop, restriktive Ernährung, übermässiges Training und die Wahl von Blickwinkeln, die unseren Körper anders aussehen lassen, als er im Moment und in seiner natürlichen Form ist. Wenn wir tief einatmen, wenn wir eine Mahlzeit zu uns nehmen, wenn wir zulassen, dass die Wellen uns umspielen», schildert sie.

Cabello beschreibt offen, wie sie es selbst erlebte. So habe sie sich in einen neuen Bikini geworfen, Lipgloss aufgetragen und sich gefallen, als sie losging. Obwohl sie sogar vermied, im Voraus etwas «Schweres» zu essen, liess der immense Druck nicht nach. «Ich hielt meinen Körper so fest umklammert, dass meine Bauchmuskeln schmerzten, ich atmete nicht und lächelte kaum», schreibt sie und erklärt, dass sie sich stets unsicher war, wo sich die Fotografen und Fotografinnen befinden würden. Diese sollen sich sogar in Büschen versteckt haben. Der innere Stress wurde so gross, «dass ich nicht loslassen und mich entspannen konnte, um das zu tun, was wir tun sollten, wenn wir in die Natur gehen.» 

«Ich hatte noch nie eine schlimmere Zeit am Strand»

Trotz des Bewusstseins, dass sie bestimmt «gut» auf den Bildern ausschauen würde, weil sie sich «zufrieden» mit sich fühlte, betont die Musikerin: «Ich habe noch nie eine schlimmere Zeit am Strand erlebt!» Nachdenklich ergänzt sie: «Ich spürte die Leere und Traurigkeit der Denkmuster unserer Gesellschaft, die zu meinen eigenen Gedanken wurden.» Das ehemalige Mitglied von Fifth Harmony erzählt, dass sie sich in der Vergangenheit am Strand immer unbeschwert gefühlt hat, bis sie dann fotografiert wurde und die Scham über ihren Körper ihr die Erfahrung verdarb.

Um sich zu einem gesunden Selbstbild zu verhelfen, höre sie sich Podcasts an, in denen Frauen ihre Cellulite, Dehnungsstreifen, Blähungen und Gewichtsschwankungen akzeptieren. «Und trotzdem bin ich eine alleinstehende Frau in den Zwanzigern, die mitten in einem Haufen Promos steckt. Und ich will das Gefühl haben, ‹gut› auszusehen», gibt Cabello zu.

Wünscht sich, wieder Kind zu sein

Abschliessend beschreibt sie, Kinder am Strand beim Spielen beobachtet zu haben, die sich nicht mit Selbstzweifeln rumschlagen müssen. Die 25-Jährige sehnt sich nach dem Gefühl, mit dem sie sich als Siebenjährige durch die Welt bewegte: «glücklich, albern, atmend und Meerjungfrau spielend. Frei.» 

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