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Zu grossCamionneure gegen 60-Tönner in der Schweiz

60-Tönner sollen in der Schweiz laut Meinung des Nutzfahrzeugverbandes Astag keine freie Fahrt erhalten.

Die «Gigaliner» machen keinen betriebswirtschaftlichen Sinn und würden auch die Strasseninfrastruktur und Umwelt unnötig belasten, wie die Astag am Dienstag mitteilte. Die Alpen-Initiative begrüsste die Haltung.

Seit 2005 gilt in der Schweiz in Übereinstimmung mit der EU-Richtlinie für Lastwagen ein maximales Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Während in mehreren europäischen Ländern bereits davon abweichende Fahrzeuge entweder zugelassen oder zumindest versuchsweise im Einsatz sind, läuft auch auf der auf der EU-Ebene eine intensive Diskussion über eine generelle Zulassung der «Gigaliner», wie der Nutzfahrzeugverband am Dienstag schreibt. Der Astag-Zentralvorstand hat sich nun aber klar gegen die Zulassung der 60-Tönner in der Schweiz ausgesprochen. Die «Gigaliner» oder «Megatrucks» würden aus betriebswirtschaftlichen Gründen im Binnenverkehr keinen Sinn machen. So seien die Investitionen viel zu gross und der Nutzen zu klein. Zudem würden die 60-Tönner laut der Astaug die Strasseninfrastruktur und mit den höheren Emissionen auch die Umwelt unnötig belasten.

Die Alpen-Initiative begrüsste die Haltung der Astag. Neben der vom Verband genannten Gründen gegen eine Zulassung würden aber auch noch andere Dinge sprechen. So gefährdeten die 60-Tönner die anderen Verkehrsteilnehmer zusätzlich und erhöhten die Gefahr für Brände in Tunnels. Zudem bremsten sie die Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Strasse.

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) hatte der Bundeskanzlei im vergangenen Juni eine Petition mit 30.000 Unterschriften gegen die Zulassung von 60-Tönnern in der Schweiz übergeben. Der Bundesrat müsse sich dafür einsetzen, dass die 60-Tönner in der EU nicht eingeführt würden, forderte die Petition. Ansonsten käme die Schweiz unter Druck. (dapd)

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