Aktualisiert 13.07.2008 21:09

Fuchs-Attacken

Campinggäste von Füchsen gebissen: 13 Tiere getötet

Rund um den Campingplatz Ruderbaum sind über 30 Zeltende von Füchsen gebissen worden. Durch Abschüsse hofft man, die Plage eindämmen zu können.

von
Felix Burch und Manuel Gemperli

«Eine solche Anzahl von Fuchsbissverletzungen in so kurzer Zeit haben wir noch nie behandeln müssen», sagte Daniel Sterzing von der Chirurgie des Kantonsspitals Münsterlingen am Sonntag gegenüber 20 Minuten. Er bestätigte damit Medienberichte über Füchse, die beim Campingplatz Ruderbaum in Altnau über 30 Menschen angegriffen und verletzt haben.

«Nach der ersten Attacke boten wir unseren Gästen an, in einer Halle zu übernachten», so Iris Huber, Verwalterin des Campingplatzes. «Jene Camper, die dem nicht Folge leisteten, wurden fast alle von Füchsen gebissen», sagt Huber. Sofort habe man ­die Polizei und die Jagdaufsicht informiert und um Hilfe ­gebeten. Geholfen hat dann Jagdaufseher Werner Bischof. «Ich habe beim Campingplatz 13 Füchse erlegt», sagt er. Seither herrsche Ruhe. «Dass dies so bleibt, kann ich jedoch nicht garantieren.» Bischof erklärt, die Füchse suchten die Nähe der Zeltenden, auch wegen des Fussgeruchs der Menschen. Bewege sich jemand im Zelt, würden die Tiere wie beim Mausen zubeissen – vor allem in Füsse und Arme. Dies sei ihr natürlicher Jagdtrieb.

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