Aktualisiert 21.03.2006 16:32

Campino: Ein Mackie Messer wie noch nie

Campino würde sich für seine Rolle in der «Dreigroschenoper» notfalls auch eine Glatze schneiden lassen. Für den Punksänger ist sein Theatergastspiel eine «Chance für einen alten Esel, viel zu lernen.»

«An Äusserlichkeiten soll es nicht scheitern», sagte der Sänger der «Toten Hosen» am Dienstag bei einer Pressekonferenz zu dem für August in Berlin geplanten Theaterprojekt auf eine entsprechende Frage. Fest stehe allerdings noch nichts, betonte er. Bis eine Woche vor der Premiere wolle er alles Mögliche für die Rolle ausprobieren. «Danach werden die anderen sagen, was am wenigsten peinlich ist, und das werde ich dann durchziehen.»

Die Dreigroschenoper wird vom 11. August bis 24. September zum 50. Todestag von Bertolt Brecht im Admiralspalast gezeigt. Regie führt Klaus Maria Brandauer. Neben Campino gehören unter anderen Gottfried John und Katrin Sass zum Ensemble. Mit dem Stück wird der Admiralspalast neben dem Bahnhof Friedrichstrasse im Zentrum Berlins wiedereröffnet.

Für Campino fällt die Inszenierung in eine kreative Pause, die sich die «Toten Hosen» im vergangenen Jahr selbst verordnet hatten. «Das ist für mich die perfekte Auszeit», sagte er. Es gehe für ihn nicht darum, sich auf der Theaterbühne zu beweisen. Den Reiz des Projekts sehe er vor allem darin, mit «Koryphäen und Vollcracks» aus einem ganz anderen Metier zusammenzuarbeiten. «Es ist für mich eine Chance, als alter Esel noch einmal viel zu lernen.»

Die ersten Proben für das Stück haben schon stattgefunden. Der musikalische Leiter der Inszenierung, Jan Müller-Wieland, zeigte sich von den Gesangseinlagen Campinos begeistert: «So einen Mackie Messer haben Sie noch nie gehört, das kann ich Ihnen jetzt schon sagen.» (dapd)

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