Aktualisiert 06.02.2008 12:33

Cannabis gegen Krebs

Nachdem in jüngster Zeit die negativen Wirkungen von Joints vielfach belegt wurden, haben Wissenschaftler der Uni Rostock nun herausgefunden, dass die Cannabis-Pflanze die Ausbreitung von Krebs hemmt.

Wissenschaftler der Universität Rostock fanden heraus, dass der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) die Auswanderung von Tumorzellen in umliegendes Gewebe bremst. Der Cannabis-Wirkstoff lässt die Zellen einen Hemmstoff gegen diese Enzyme bilden, die die Wanderung der Krebszellen und damit die Ausbildung von Metastasen befördern. Zu diesem Ergebnis kamen die Pharmakologen Robert Ramer und Burkhard Hinz.

Erfolg bei der Behandlung

Nach Angaben von Hinz, Leiter des Instituts für Toxikologie und Pharmakologie, sind die Arbeiten zur Antikrebswirkung noch in einem frühen, experimentellen Stadium. Die bisherigen Befunde liessen jedoch darauf hoffen, dass Cannabinoide in Zukunft eine zusätzliche Krebstherapie darstellen könnten, die mit weniger Nebenwirkungen als die in der herkömmlichen Chemotherapie verwendeten Medikamente auskomme. Die Resultate sind im «Journal of the National Cancer Institute» veröffentlicht.

Hemmer für Negativwirkungen

Cannabinoide werden schon seit Anfang der 90er Jahre intensiv auf ihre medizinische Wirkung untersucht. Sie werden unter anderem bei der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie gegen Krebs eingesetzt. Tierversuche und Zellkulturexperimente weisen nach Angaben der Hochschule darauf hin, dass Cannabinoide auch in der Lage sind, Krebszellen an der Teilung zu hindern und sogar zu töten und so das Wachstum von Tumoren bremsen können. Andererseits fördern vor allem Joints die Entstehung von Krebs um ein Vielfaches mehr als Zigarettenkonsum.

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