Neue Studie: Cannabis vergrössert laut Forschern das Gehirn
Aktualisiert

Neue StudieCannabis vergrössert laut Forschern das Gehirn

Schon einmaliges Rauchen kann bei Jugendlichen bleibende Veränderungen im Gehirn hervorrufen. Forscher zeigen, wie sich dadurch das Verhalten verändern kann.

von
doz
1 / 3
Für Jugendliche kann der Cannabis-Konsum bleibende Gehirnveränderungen hervorrufen.

Für Jugendliche kann der Cannabis-Konsum bleibende Gehirnveränderungen hervorrufen.

Darryl Dyck
Dies bereits nach ein- oder zweimaligem Rauchen.

Dies bereits nach ein- oder zweimaligem Rauchen.

Oliver Berg
Dies zeigt eine neue Studie.

Dies zeigt eine neue Studie.

Keystone/Christian Beutler

Rauchen Jugendliche Cannabis, kann das verheerende Folgen haben. Denn bereits ein oder zwei Joints können zu Strukturveränderungen im Gehirn führen, wie eine neue Studie des «Journal of Neuroscience» zeigt. So konnte bei 14-Jährigen, die angaben, nur ein- oder zweimal Cannabis konsumiert zu haben, eine Vergrösserung verschiedener Gehirnregionen festgestellt werden.

Die betroffenen Bereiche des Gehirns sind unter anderem für die Gedächtnisbildung, Gefühlsverarbeitung und motorische Koordination verantwortlich. So kann sich durch eine Veränderung dieser Strukturen die Fähigkeit zum logischen Denken verschlechtern.

Cannabiskonsum nimmt immer mehr zu

Ausserdem wurden zwei Jahre nach dem Konsum erhöhte Angstlevel bei den Probanden gemessen. Der Konsum von Cannabis wirkt sich darüber hinaus negativ auf den Intelligenzquotienten aus und die Jugendlichen waren eher gewillt, sich starken Gefühlen oder gefährlichen Situationen auszusetzen.

Wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt, haben bereits frühere Studien gezeigt, wie gefährlich der Konsum von Cannabis für den Reifeprozess des pubertierenden Gehirns ist. Diese Studien haben sich aber stets mit den Effekten von intensiverem oder Langzeitkonsum befasst. Die neue Studie lässt nun Besorgnis aufkommen, da der Cannabiskonsum in Industrieländern bei Jugendlichen seit Jahren zunimmt.

Deine Meinung