Schweizer Cup: Captain Burki will dem FCZ so richtig weh tun

Aktualisiert

Schweizer CupCaptain Burki will dem FCZ so richtig weh tun

Sandro Burki (26) startete vor zehn Jahren seine verheissungsvolle Profikarriere beim FC Zürich. Am Samstag trifft der Aarau-Captain im Cup auf seinen Ex-Klub.

von
Andy Huber
Sandro Burki (l.) will auch gegen seinen Ex-Klub FCZ hoch hinaus.

Sandro Burki (l.) will auch gegen seinen Ex-Klub FCZ hoch hinaus.

Als «Jahrhunderttalent» haben die Experten den Regisseur mit den Gardemassen von 1,87 m und 74 kg einst bezeichnet. Und der Aargauer schien schon früh seinem Ruf gerecht zu werden, als Burki am 10. Mai 2002 mit der U17-Nati Europameister wurde. Der damalige FCZ-Boss Sven Hotz bot ihm auch sofort einen Vierjahresvertrag an – Burki unterschrieb jedoch für zwei Saisons bei Bayern München. Diesen Schritt hat der Regisseur, der auch regelmässig mit den Profis von Ottmar Hitzfeld trainieren durfte, trotz lediglich zwei Einsätzen bei den Amateuren in der Regionalliga nie bereut: «Dieser Trip hat mich dennoch viel weitergebracht.»

Es folgten die wenig erfolgreichen Stationen bei YB, Wil und Vaduz. So richtig heimisch fühlte sich Burki, dem Nestwärme viel bedeutet, erst beim FC Aarau, wo er seit fünf Jahren tätig ist. In Niederrohrdorf lebt er mit seiner Frau und seiner Tochter Joana (2) sowie Sohn Lion (3 Monate) und geniesst intensiv das Familien­leben. Das heisst aber nicht, dass sich Burki mit einem Verbleib in der Anonymität der Challenge League abgefunden hätte: «Klar würde ich lieber in der Champions League spielen. Ich habe in meiner Karriere noch einiges vor und hatte zuletzt auch einige Angebote. Doch wenn ich wechsle, muss alles stimmen.» Alles passen muss seiner Meinung nach auch, wenn der Underdog den Zürchern ein Bein stellen will. «Natürlich wollen wir dem FCZ weh tun. Uns ist ja nicht entgangen, dass die Zürcher nicht den besten Lauf haben. Dazu braucht es aber eine Topleistung von allen.»

Dass man auf dem Brügglifeld in Erwartung des grossen Coups vor allem auch auf ihn setzt, erwähnt Burki, der im August 2008 unter Naticoach Hitzfeld gegen Zypern (4:1) bisher sein einziges Länderspiel bestritt, nicht. Dazu ist er zu bescheiden. Beim FCZ haben sie Burkis Qualitäten indes nicht vergessen. Sonst hätten sie im Frühjahr kaum Interesse an ihm gehabt.

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