Aktualisiert 13.11.2007 17:57

Captain Kirks Sportstudio

Im Hinblick auf das ereignisreiche Sportjahr 2008 kommen die Sportsendungen im Schweizer Fernsehen ab dem 2. Dezember in einem neuen Kleid daher. «Sportpanorama», «sportaktuell» und «sportlive» werden in Zukunft aus einem neuen, futuristischen Studio gesendet.

Zwei Jahre nach der Überarbeitung der Informationssendungen schliesst das Schweizer Fernsehen damit auch den Relaunch der Sportsendungen ab. Das 430 Quadratmeter grosse Studio 6 wurde in einem halben Jahr fertiggestellt und genügt dank der Ausrichtung auf High Definition und Dolby Digital technisch den höchsten Ansprüchen.

Am 2. Dezember, dem Tag der Gruppenauslosung für die Euro 2008, wird mit dem «sportpanorama» erstmals eine Sendung im neuen Studio produziert und live ausgestrahlt. 2008 wird die neue Heimstätte der SF-Sportabteilung vor allem während der Fussball-EM im Juni und während den Olympischen Spielen im August in Peking ins Zentrum des Zuschauerinteresses rücken.

Noch emotionalere Berichterstattung

Sehr angetan vom neuen Studio ist Urs Leutert, Abteilungsleiter Sport im Schweizer Fernsehen: «Einmal mehr übernimmt der Sport eine Vorreiterrolle im SF. Unsere bewährten Sendungsinhalte stellen wir in einen topmodernen technischen Rahmen.» Mit dem neuen Studio und den nun technisch verfügbaren Mitteln hofft Leutert, «noch mehr Emotionen transportieren zu können.»

Prunkstück des neuen Studios ist das 2,5 Tonnen schwere, weisse Moderationspult aus Stahl. Der zukünftige Arbeitsplatz der Moderatoren ist multifunktional und bietet für die Gäste sowohl Steh- als auch Sitzgelgenheiten. Zwei grosse HD-Plasmabildschirme und eine LED-Wand mit 5300 Lämpchen bilden die Dekoration im Hintergrund, eine Zuschauertribüne mit Schalensitzen bietet 113 Besuchern Platz.

Technisch auf dem neuesten Stand

Dem Fernsehzuschauer wird ab dem 2. Dezember nicht nur die Studioausstattung und das neue Design ins Auge stechen. In Zukunft sollen die Beiträge fast ausschliesslich in hoch auflösbarer Qualität (HDTV) produziert werden. Zusätzlich werden die Sportsendungen mit neuen Teasern angekündigt, und die modernen technischen Hilfsmittel bieten im Umgang mit Grafiken und Trailern diverse zusätzliche Möglichkeiten. Noch keine Veränderungen sind bei den Sendungsinhalten geplant.

Was die Kosten des neuen Bijoux im Leutschenbach betrifft, hielt sich das Schweizer Fernsehen bedeckt. Vor allem zu den Investitionskosten wollte Leutert keine detaillierten Angaben machen. Dies sei auch schwierig, sagte er, da es sich beim Ganzen um ein Teilprojekt der Gesamterneuerung des Hauses handle. «Die Betriebskosten für das neue Studio werden jedoch nur leicht steigen, und zusätzliche Personalkosten gibt es keine», versicherte Leutert.

(si)

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