Ehrliche Worte: Cara Delevingne rechnet mit der Modebranche ab
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Ehrliche WorteCara Delevingne rechnet mit der Modebranche ab

In einer Kolumne erzählt Cara Delevingne, wie unglücklich sie der Model-Job gemacht hat. Und warum jetzt alles besser ist.

von
fim

Sie hat als Model wirklich alle Topjobs gemacht, die es zu machen gibt. Dafür hat Cara Delevingne, Spross einer privilegierten englischen Familie, auch hart gearbeitet. Zu hart, wie sie in einer Kolumne auf dem «Motto»-Blog des «Time»-Magazins schreibt.

«Ich hatte keine guten Voraussetzungen. Ich war kleiner als die meisten. Aber ich habs versucht, und ich habe nie aufgegeben», schreibt Cara. Bis 2015. Denn mittlerweile hat sie sich einen neuen Karriere-Fokus gesetzt: Im Sommer letzten Jahres erschien das Teenie-Drama «Paper Towns», das Caras Hollywood-Debüt markierte. Noch dieses Jahr kommt «Suicide Squad» in die Kinos, daneben macht Cara auch Musik.

«Ich wollte einfach geliebt werden»

Ihre Kolumne macht deutlich, warum sie in der Modewelt nicht glücklich wurde. Sie prangert vor allem die Oberflächlichkeit der Branche an, an der sie beinahe zerbrochen ist. «Ich habe mich aufgeopfert für die Modeindustrie, doch dort geht es nur um eines: Bestätigung. Ich wollte Bestätigung von allen.» Sie habe dabei stets versucht, nicht nur für ihr Äusseres akzeptiert zu werden.

Mit 16 ist Cara ins Geschäft eingestiegen. Mit 20 stösst sie an ihre Grenzen. «Es kam alles daher, dass ich tief drin einfach geliebt werden wollte. Wenn man alles tut, damit die Leute zufrieden sind, dann fragt man sich plötzlich: Moment mal, was mach ich da genau? Für wen tue ich das?» Sie merkt: «Ich hatte mich selbst aus den Augen verloren. Ich habe nicht mehr gesehen, was es heisst, wirklich glücklich oder erfolgreich zu sein.»

Cara schlägt sich selbst

Cara schreibt, dass sie sich neu orientiern musste, um ihre Achtung vor sich selbst zu wahren. «Ich habe gelernt: Mich selbst zu zermürben, Schuldgefühle zu haben und Fehler zu bereuen wird mich nur zurückhalten.» Nachdem sie sich jahrelang in ihre Modelkarriere verbissen hat, entscheidet sie, karrieretechnisch neue Wege zu gehen und eine neue Work-Life-Balance einzurichten.

«Ich hab mich neuen Dingen geöffnet und schätze sie mit kindlicher Neugier. Ich verbringe mehr Zeit mit Sachen, die ich wirklich gern tue. Und bin deshalb auch besser bei der Arbeit.» Die Bestätigung anderer zu kriegen, sei ihr immer noch wichtig. Aber nicht mehr das Wichtigste. Hört auf zu schubladisieren, fangt an zu leben, hat sie auf Instagram für ihre 28 Millionen Follower als Botschaft über ihre Fotos gesetzt.

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