Aktualisiert 07.01.2008 15:11

Carla Bruni unerwünscht

Das saudi-arabische Königshaus hat dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy untersagt, seine Freundin Carla Bruni zum Staatsbesuch nach Riad mitzubringen. Zur Begründung hiess es, im Königreich gelte das islamische Recht.

Kontakte zwischen Männern und Frauen, die nicht miteinander verheiratet oder verwandt seien, sind in Saudi-Arabien generell verboten. In dem Land gilt eine besonders puritanische Version des sunnitischen Islams als Staatsreligion.

Aus Diplomatenkreisen in der saudischen Hauptstadt hiess es am Montag, Sarkozy habe zugesagt, am kommenden Sonntag ohne seine Freundin zu seinem Gesprächen mit König Abdullah zu reisen.

Bei dem Treffen zwischen dem Monarchen und dem französischen Präsidenten soll es dem Vernehmen nach vor allem um die Regierungskrise in Libanon gehen, um deren Beilegung sich beide Staaten seit über einem Jahr bemühen. Ausserdem soll das iranische Atomprogramm angesprochen werden.

Sarkozy und das ehemalige Top-Model Bruni waren zuvor gemeinsam nach Ägypten und Jordanien gereist. In Ägypten hatten islamisch-konservative Parlamentarier gegen den Besuch protestiert, weil das Paar nicht verheiratet ist. Demnächst will der Präsident mit Bruni nach Indien reisen. (sda)

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