Carlo Ancelotti kehrt zu Real Madrid an die Seitenlinie zurück
Aktualisiert

Vertrag bei Everton aufgelöstCarlo Ancelotti kehrt zu Real Madrid an die Seitenlinie zurück

Der 61-jährige Italiener wird neuer Coach bei Real Madrid. Er folgt auf Zinédine Zidane.

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Neuer Trainer in Madrid: Carlo Ancelotti.

Neuer Trainer in Madrid: Carlo Ancelotti.

AFP
Der 61-Jährige wird Nachfolger von Zinédine Zidane.

Der 61-Jährige wird Nachfolger von Zinédine Zidane.

Pool via REUTERS
Zuletzt stand Ancelotti in der Premier League beim FC Everton an der Seitenlinie.

Zuletzt stand Ancelotti in der Premier League beim FC Everton an der Seitenlinie.

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Darum gehts

  • Letzte Woche hatte Zinédine Zidane bekannt gegeben Real Madrid als Trainer zu verlassen.

  • Nun präsentieren die Königlichen Zidanes Nachfolger.

  • Mit Carlo Ancelotti ist es ein alter Bekannter.

Wer folgt bei Real Madrid auf Zinédine Zidane? Diese Frage umtrieb in den letzten Tagen gerade ganz Spanien und alle Fans der Königlichen. Nun ist die Katze aus dem Sack. Der neue Coach ist ein alter Bekannter: Carlo Ancelotti. Der 61-Jährige, der zuletzt beim FC Everton in der Premier League unter Vertrag stand, war bereits von 2013 bis 2015 Trainer der Königlichen. In jener Zeit gewann der Italiener mit Real die Champions League und die Copa del Rey.

Zidane hatte sich derweil einem Zeitungsbericht zufolge vor einigen Tagen in einem bitteren Abschiedsbrief an seinen bisherigen Herzensclub Real Madrid gewandt. «Ich gehe, weil ich das Gefühl habe, dass der Verein mir nicht mehr das nötige Vertrauen entgegenbringt und die Unterstützung gewährt, um mittel- oder langfristig etwas aufzubauen», zitierte die Sportzeitung «AS» am Montag aus einem offenen Brief des Franzosen.

«Man hat vergessen, was ich alles täglich aufgebaut habe», schrieb der 48-Jährige demnach. Vergangenen Donnerstag hatte Real mitgeteilt, dass Zidane Real Madrid nach drei Jahren zum zweiten Mal verlassen werde – nach einer Saison ohne Titelgewinn.

Zidane war verletzt

«Ich hätte mir gewünscht, dass mein Verhältnis zum Club und zum Präsidenten in den letzten Monaten etwas anders gewesen wäre, als das anderer Trainer. Ich verlange keine Privilegien, natürlich nicht, aber ein bisschen mehr Erinnerung», schrieb Zidane «AS» zufolge. «Deshalb tat es sehr weh, als ich nach einer Niederlage in der Presse las, dass sie mich rausschmeissen würden, wenn ich das nächste Spiel nicht gewinnen würde. Es hat mich und das gesamte Team verletzt», klagte Zidane. Den Journalisten warf er vor, wenig nach Fussball und meist nur nach den polemischen Themen gefragt zu haben.

Der Abschied Zidanes markiert tatsächlich das Ende einer erfolgreichen Ära: Gleich dreimal in Serie (2016, 2017, 2018) gewann der 1972 in Marseille geborene Starcoach mit Real die Champions League. Real verliere mit Zidane den «erfolgreichsten Trainer seiner Geschichte», schrieb die Sportzeitung «Marca» vergangene Woche. Mit Real feierte «Zizou», wie ihn seine Fans nennen, auch seinen einzigen Königsklassen-Triumph als Profi: Im Finale gegen Bayer Leverkusen erzielte Zidane am 15. Mai 2002 das spektakuläre 2:1-Siegtor.

Seine mögliche Zukunft liess Zidane offen. Nur soviel: «Ich gehe, aber ich springe nicht aus dem Boot und habe es auch nicht satt, Trainer zu sein.» In Medien war spekuliert worden, er könne Trainer von Juventus Turin werden oder französischer Nationaltrainer – und vielleicht auch einfach mal ein Jahr Pause machen.

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(erh/dpa)

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