Aktualisiert 03.05.2006 16:08

Carolina dank Overtime-Sieg im Viertelfinal

Die Hurricanes steht in der NHL in den Playoff-Viertelfinals. Die Hurricanes gewannen bei den Montreal Canadiens 2:1 nach Verlängerung und entschieden die Best-of-7-Serie 4:2 für sich.

Das Ausscheiden Montreals dürfte Nationaltrainer Ralph Krueger gefreut haben, da ihm nun an der am Freitag beginnenden WM in Lettland Captain Mark Streit zur Verfügung steht, der zuletzt der klare Leader im Nationalteam war. Auch auf David Aebischer kann Krueger nun zählen, allerdings sind die Schweizer auf der Goalie-Position schon sehr stark besetzt.

Den goldenen Treffer für Carolina, das die Qualifikation als zweitbeste Mannschaft abgeschlossen hatte, erzielte Flügelstürmer Cory Stillman nach 1:19 Minuten der Overtime. Den entscheidenden Pass gab Captain Rod Brind' Amour, der im vergangenen Jahr ein kurzes Gastspiel bei den Kloten Flyers gegeben hatte. Brind' Amour war bereits zum dritten Mal in dieser Serie entscheidend an einem Erfolg der Hurricanes beteiligt.

Carolina setzte sich zum vierten Mal hintereinander mit einem Tor Differenz durch und gewann damit auch das dritte Spiel in Montreal. Der Gäste-Goalie Cam Ward, der seit seiner Einwechslung in der zweiten Partie den Vorzug vor Martin Gerber erhält, überzeugte mit 25 Paraden einmal mehr. In dieser Verfassung wird er wohl auch im Viertelfinal gegen die New Jersey Devils die Nummer 1 sein, umso mehr, als Gerber an einer Oberschenkelverletzung laborieren soll.

Für den Stanley-Cup-Rekordsieger Montreal ist das Scheitern insofern sehr ärgerlich, als die Canadiens mit zwei Auswärtssiegen optimal in die Serie starteten und bei zwei der vier Pleiten vorne lagen. In der Nacht auf Mittwoch schoss sie Verteidiger Sheldon Souray in der 7. Minute im Powerplay in Führung, doch nur 30 Sekunden später gelang Carolinas Mark Recchi der Ausgleich. Mark Streit kam bei Montreal in dieser Serie nur während knapp dreieinhalb Minuten zum Einsatz, David Aebischer überhaupt nicht. Letzterer musste dem ehemaligen Lugano-Meistergoalie Cristobal Huet den Vortritt lassen, der erneut stark auftrumpfte: Dank 27 Paraden wurde der Franzose zum besten Spieler der Partie gewählt.

Mit der schlimmsten Heim-Ohrfeige in ihrer Playoff-Geschichte verabschiedeten sich die Philadelphia Flyers in die Ferien. Das Team um Schwedens Superstar Peter Forsberg liess sich von den in den letzten Jahren bescheidenen Buffalo Sabres (mit dem letztjährigen Berner Daniel Brière) beim 1:7 regelrecht abschlachten.

National Hockey League. Playoff-Achtelfinals (best of 7). Dienstag: Montreal Canadiens (7. der Qualifikation/ohne Streit und Aebischer) - Carolina Hurricanes (2./ohne Gerber) 1:2 nach Verlängerung; Stand 2:4. Philadelphia Flyers (5.) - Buffalo Sabres (4.) 1:7; Stand 2:4. (si)

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