Aktualisiert 03.11.2013 17:27

eMotionCarsharing-Projekt mit Elektroautos gestartet

Mobility erhält in Zürich Konkurrenz. eMotion heisst das Projekt. Der Unterschied: Private teilen sich Autos – und zwar elektrisch angetriebene. Forscher werten die Pilotphase aus.

von
som
Rechtsanwalt Simon Schlauri stellt seinen Elektro-Smart fürs Carsharing-Projekt eMotion zur Verfügung.

Rechtsanwalt Simon Schlauri stellt seinen Elektro-Smart fürs Carsharing-Projekt eMotion zur Verfügung.

Simon Schlauri aus Zürich hat sich einen Smart mit Elektroantrieb gekauft. «Die Ladestation und die Versicherungen gab es gratis dazu», so der Rechtsanwalt. Einzige Bedingung: Sein Auto muss in einem Jahr während einem Drittel der Zeit für andere verfügbar sein. Denn Schlauri nimmt am Car-Sharing-Pilotprojekt eMotion teil. Anstatt herkömmliche Wagen werden Elektroautos geteilt. «Diese gehören aber nicht einem Flottenbetreiber, sondern Privaten und Firmen», sagt Sprecher Thomas Schröder. «Dieses Modell ist weltweit einmalig.» Nun werden weitere Personen gesucht, die bereit sind, sich ein Elektroauto zu kaufen und dieses zu teilen.

Insgesamt sollen in Zürich dereinst 25 Fahrzeuge stehen, die über die Plattform sharoo gebucht werden können. «Die Besitzer erhalten für den Verleih ihres Autos sechs Franken pro Stunde», sagt Schröder. Unterstützt wird das Projekt vom ewz, Touring Club, Bundesamt für Energie und von der Migros. Ziel ist es laut Schröder, das Umsteigen auf nachhaltige Mobilität zu erleichtern.

Aufladen nach 150 Kilometern

Während der einjährigen Pilotphase werten Forscher aus, wie gut das gelingt. Schröder: «Sie ermitteln etwa, wie viel Strom die Autos verbrauchen und welche Strecken diese zurücklegen.» Allzu weit kommen die Fahrzeuge nicht: Spätestens nach 150 Kilometer müssen sie wieder an die Ladestation.

www.emotion–zuerich.ch

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