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Casino muss Spielsüchtigem Geld zurückzahlen

Ein spielsüchtiger Tiroler erhält einen Teil der Einsätze zurück, die er in österreichischen Casinos verloren hat.

Dies entschied das Oberlandesgericht Innsbruck. Das Gericht begründete sein Urteil mit dem Hinweis, der Casino- Betreiber hätte den Besucher wegen dessen auffälligen Spielverhaltens sperren müssen. Der etwa 45-jährige Familienvater hatte in drei Jahren 360 000 Euro in den Filialen des Monopolisten Casinos Austria AG verspielt. 313 000 Euro werden ihm nach dem Urteil erstattet.

Der Anwalt des Spielsüchtigen bezeichnete das Urteil am Dienstag als Präzedenzfall. Fünf bis sechs Besuche im Monat, gekoppelt mit hohen Einsätzen, sei in dem Urteil als «auffälliges Verhalten» ausgelegt worden, das zu einer Sperre des Spielers führen müsse, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

(sda)

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