Casinos machen süchtig - Tausende gesperrt
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Casinos machen süchtig - Tausende gesperrt

Die Eidgenössische Spielbankenkommission verlangt eine Verstärkung der Spielsucht-Prävention. Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer erliegen der Spielsucht.

Die Schweizer Casinos schwimmen im Geld: Sie haben im vergangenen Jahr 874 Mio. Franken eingespielt, 105 Millionen mehr als 2004. Gestiegen ist auch die Zahl der Spielsperren. Trotzdem verlangt die Eidg. Spielbankenkommission (ESBK) eine Verstärkung der Prävention.

Die Erhöhung des Bruttospielertrags verdanken die 19 Schweizer Casinos vor allem den Geldspielautomaten, wie dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht der ESBK zu entnehmen ist. Diese spielten allein 677 Millionen Franken ein.

Die Spielbanken zahlten insgesamt 443 Millionen Abgaben, 71 Millionen mehr als im Vorjahr. 374 Millionen gingen an den Ausgleichsfonds der AHV und 69 Millionen an die zehn Standortkantone von B-Casinos.

Die Zahl der wegen Spielsucht ausgeschlossenen Spieler betrug Ende 2005 rund 13 500. Allein im vergangenen Jahr erhielten 3700 Menschen neu ein Betretensverbot. 2800 von ihnen hatten die Sperre selber beantragt.

Trotzdem sieht die ESBK bei der Suchtbekämpfung Verbesserungspotenzial. Zwischen den einzelnen Casinos bestünden eklatante Unterschiede. Regelmässige Kunden müssten besonders gut beobachtet werden. (sda)

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