Aktualisiert 31.10.2011 22:46

Seh- und SprechstörungenCassano erlitt einen leichten Schlaganfall

Antonio Cassano von der AC Milan wurde in der Nacht zum Sonntag mit Sprach-, Seh- und Gleichgewichtsstörungen ins Spital eingeliefert. Cassano erlitt einen leichten Schlaganfall.

An was leidet Antonio Cassano? (Bild: AP)

An was leidet Antonio Cassano? (Bild: AP)

Cassano brach am frühen Sonntagmorgen auf dem Flughafen Mailand-Malpensa zusammen, nachdem der Milan-Tross nach dem Auswärtsspiel in Rom gelandet war. 36 Stunden lang lag Cassano auf der Intensivstation, dann konnte Milan am Montag leichte Entwarnung geben. «Ich habe mit Antonio ein paar SMS ausgetauscht und mit ihm gesprochen. Er ist guten Mutes», sagte Milans Geschäftsführer Adriano Galliani.

Der 29-jährige Cassano wird zur Beobachtung noch bis Donnerstag im Spital bleiben müssen. Das Schlimmste scheint er überstanden zu haben. Die Ärzte diagnostizierten nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA einen Schlaganfall.

Schon seit September kommt Cassanos Teamkollege Gennaro Gattuso nicht mehr zum Einsatz. Ein verletzter Nerv führte beim Mittelfeldspieler zu Sehstörungen, die womöglich nur operativ behoben werden können. Bei Milan gehen die Ärzte von einem unglücklichen Zufall und nicht von einer gemeinsamen Ursache der beiden Krankheitsfälle aus. Dass aber gleich zwei Spieler vom gleichen Klub nicht beim Orthopäden, sondern wegen womöglich gravierenden Krankheiten beim Neurologen in Behandlung sind, lässt in Italien die Alarmglocken läuten. Von zu viel psychischem Stress und zu grosser körperlichen Anstrengung ist die Rede.

Cassano war schon anfangs Monat nicht fit

Vor dem Hintergrund dieser Diskussion bekommen die Worte Cassanos eine grössere Bedeutung, die er Anfang Oktober am Rande eines Nationalmannschaftszusammenzugs gesprochen hatte: «Ich bin mental und körperlich erschöpft. Ich mache das höchstens noch drei Jahre mit, dann ist Schluss mit Fussball.»

Nur zwei Tage zuvor, sagte sein Mitspieler, der Schwede Zlatan Ibrahimovic, gegenüber einer schwedischen Zeitung, er verspüre nicht mehr die gleiche Freude am Fussball wie noch vor ein paar Jahren. «Wenn ich zuhause bin, überlasse ich das Fussball spielen mit den Buben im Garten dem Kindermädchen. Weil ich einfach nicht mehr mag.»

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(si)

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