Aktualisiert 03.08.2006 07:29

Castro «ist nicht tot»

Der kubanische Staatschef Fidel Castro hat nach Darstellung seiner in den USA lebenden Schwester die Intensivstation des Krankenhauses verlassen. Derweil versuchen Exil-Kubaner aus Castros Krankheit Kapital zu schlagen.

Juanita Castro sagte dem Sender CNN am Mittwoch: «Er ist nicht tot». Damit widersprach sie in Südflorida kursierenden Gerüchten. «Er ist sehr krank, aber er ist nicht tot.» Juanita Castro hatte 1963 mit ihrem Bruder gebrochen und lebt in Miami. Der 79 Jahre alte Castro hatte sich wegen Magen-Darmblutungen einer Operation unterzogen. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag ist sein Gesundheitszustand stabil.

Exil-Kubaner rufen Bevölkerung Kubas zu Erhebung auf

Die grösste Organisation der Exil-Kubaner hat die Bevölkerung Kubas zu einem Aufstand aufgerufen. Mutige Männer und Frauen, die Kuba auf einen anderen Weg bringen wollten, sollten die Krankheit von Staatschef Fidel Castro zu einem Umsturz nutzen.

Dies könne «eine militärische oder zivile Erhebung» sein, sagte der Präsident der Kubanisch-Amerikanischen National-Stiftung (FNCA), Jorge Mas Santos, am Mittwoch (Ortszeit) in Miami. Die Exilkubaner warfen Castro vor, mit der eigenmächtigen Benennung von Nachfolgern die Kubaner wie sein «absolutes Eigentum» zu behandeln. (dapd)

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