Aktualisiert 21.03.2006 12:22

Castros Guerillia-Kommunikation gegen die USA

Der Wortkrieg zwischen den Regierungen der USA und Kubas nimmt immer skurrilere Züge an. Zurzeit hat Kubas Staatschef Fidel Castro mit Propaganplakaten gegen die US-Botschaft die Oberhand.

Die Proteste in Havanna gegen eine Aktion der US-Interessensvertretung in der kubanischen Hauptstadt geht in die nächste Runde. Die USA hatte als Reaktion auf die Zensur in Kuba Ende Januar an ihrer Fassade eine elektronische Anzeigetafel angebracht. Darauf werden einzelne Artikel aus der universellen Menschenrechtserklärung sowie Zitate des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King gezeigt. Als Antwort darauf liess der kubanische Staatschef Fidel Castro 138 schwarze Fahnen hissen, um den elektronischen Lauftext zu verdecken. Doch das war dem wortgewaltigen Maximo Lider offenbar nicht genug: Jetzt wird mit einer riesigen Plakat-Aktion die Aufmerksamkeit der Passanten vom Laufband über der US-Niederlassung auf Botschaften wie "Achtung Mörder" gelenkt.

In der Vergangenheit haben sich Kuba und die USA schon mehrfach regelrechte Propagandaschlachten geliefert. Die beiden Länder sind seit der Machtergreifung Castros 1959 erbitterte Gegner und unterhalten offiziell keine diplomatischen Beziehungen.

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