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Bohlen lästert«Catterfeld war eine Notlösung!»

Mit «Für Dich» kam die Gesangs-Karriere von Yvonne Catterfeld in Schwung. Offenbar wurde der Hit von Produzent und Juror Dieter Bohlen aber für «DSDS»-Kandidatin Juliette Schoppmann geschrieben.

von
kis

Mit den Worten «Ich bin hier um etwas persönliches zu klären» beschritt am Samstagabend «Supertalent»-Kandidatin Juliette Schoppmann die Showbühne von RTL. Zur besten Sendezeit bat das gescheiterte Goldkehlchen Chefjuror Dieter Bohlen unter Tränen um eine zweite Chance – und bekam sie. Die blonde Sängerin ist kein unbeschriebenes Blatt. 2003 wurde sie zweite bei der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar», wo die Jury ebenfalls von Poptitan Bohlen präsidiert wird. Grund für den ausbleibenden Erfolg von Schoppmann soll das Lied «Für Dich» sein.

«Juliette will so einen Scheiss nicht singen»

Angeblich hat Produzent Dieter Bohlen den Hit Schoppmann auf den Leib geschrieben. Ihre Plattenfirma habe das Demoband aber mit einer Absage an den ehemaligen «Modern Talking»-Barden retourniert. Aus dem Mund von Haudegen Bohlen klingt das dann so: «Ich habe das Lied für dich geschrieben, aber von der Plattengesellschaft kam die Antwort, Juliette will so einen Scheiss nicht singen», erklärt sich Bohlen. Nur logisch, dass er danach nie wieder bei ihr angeklopft hat.

«Catterfeld war eine Notlösung!»

Weitaus kontroverser war aber die Bombe, die Bohlen danach platzen liess: «Catterfeld war eine Notlösung!», sagt der Hitproduzent über die Sängerin, die sich 26 Wochen an der Chartspitze gehalten und zahlreiche Preise mit seinem Lied abgeräumt hat. Diese Aussage vor Millionenpublikum dürfte in den nächsten Tagen für ordentlich Zündstoff in der deutschen Musikszene sorgen. Thomas Stein, seines Zeichens ehemaliger Chef von Sony BMG und ebenfalls Juror von DSDS widerspricht Bohlen klar: «Der Song wurde bereits 2002 komponiert und im Februar 2003 mit Yvonne Catterfeld aufgezeichnet. Damals gab es Juliette noch nicht», enerviert sich «Onkel Stein», wie er von Bohlen genannt wird gegenüber bild.de.

«Ich habe keine Lust auf diese PR-Inszenierung»

Mit einer hohen Zuschauer-Quote von 26.7 Prozent bei der relevanten Zielgruppe dominierte das «Supertalent» den Samstagabend deutlich. Nur für Yvonne Catterfeld sind die aktuellen Schlagzeilen wenig schmeichelhaft. Die eindeutige Gewinnerin beim TV-Theater ist aber Juliette Schoppmann. Sie ist nicht nur fürs Halbfinale vom «Supertalent» qualifiziert, sondern sieht ihren leicht angestaubten Namen auch endlich wieder in der Presse – und somit in aller Munde. Von einer Seifenoper will die Sängerin aber nichts wissen: «Ich habe keine Lust auf diese PR-Inszenierung», lässt sie per E-Mail ausrichten.

Keine Lust auf Inszenierung? Nun, dann wählt man in der Regel nicht unbedingt eine TV-Bühne, um «persönliche Anliegen» zu klären. Bitte mehr singen und weniger reden. Das steht Ihnen besser, Frau Schoppmann.

Juliette Schoppmann im Finale von «Deutschland sucht den Superstar» 2003 (Quelle: YouTube)

Yvonne Catterfeld mit «Für Dich», das ihren Gesangs-Durchbruch bedeutete (Quelle: YouTube)

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