Sion: CC bleibt Trainer – bis Stielike gesund ist ...
Aktualisiert

SionCC bleibt Trainer – bis Stielike gesund ist ...

Mit einer Schlaumeierei tricksen Sions «Präsidenten-Trainer» Christian Constantin und sein Sportchef Frédéric Chassot den Verband aus.

von
Andy Huber

Das Ultimatum des Verbandes war unmissverständlich.Bis zum 26. November dürfe Constantin Chefcoach bleiben, dann müsse er eine Lösung in der Trainerfrage präsentieren. Grund: Nach dem Abgang von Trainer Uli Stielike verfüge keiner im Tourbillon über die erforderliche Uefa-Pro-Lizenz, um auf der Bank sitzen zu dürfen.

So weit, so gut. Nur haben die Verbandsvertreter die Rechnung ohne den einfallsreichen Constantin gemacht. Der Sion-Boss, Chassot und Anwalt Alexandre Zen-Ruffinen fanden nach langer Brüterei einen Weg, um die Verbandsblockade zu umgehen.

Die Fakten: Am 3. November eröffnete Constantin Trainer Stielike, dass er mehr Einfluss auf die Mannschaft nehmen werde. Stielike akzeptierte den Entscheid nicht und packte seine Sachen. Gekündigt hat Stielike nicht, um beim zu erwartenden Gang vors Arbeitsgericht seine Position nicht zu schwächen. Dafür liess er sich krankschreiben.

Das Attest ist in Muri eingetroffen und zwingt die Verantwortlichen aus arbeitsrechtlichen Gründen zur Untätigkeit. Weil Stielike zwar arbeitsunfähig, aber gemäss gültigem Vertrag weiter Sion-Trainer ist.

«Solange er krankgeschrieben ist, darf Constantin für ihn einspringen», bestätigt Senior-Manager Edmond Isoz. Stielikes Kontrakt läuft übrigens noch bis 2011 – Constantin wird sich ins Fäustchen lachen.

Deine Meinung