Celestinis wunderbare Geschichte in den Cupfinal
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Celestinis wunderbare Geschichte in den Cupfinal

Am Samstag tritt der Madrider Vorortsklub Getafe für 90 Minuten oder länger aus dem Schatten der Stadtgrössen Real und Atletico. Der Verein des Schweizer Stammspielers Fabio Celestini trifft im spanischen Cupfinal auf den FC Sevilla.

In der Copa del Rey schrieb der Getafe Club de Futbal S.A.D. wunderbare Geschichten. Das 4:2 in Valencia war im Achtelfinal ein erster Höhepunkt für die Equipe von Bernd Schuster. Den eigentlichen Coup schaffte der Klub mit einem Budget von unter 18 Millionen Euro im Halbfinal. Nach dem 2:5 im Hinspiel deklassierte Getafe den FC Barcelona 4:0. Der Triumph der Namenlosen war mehr als die direkte Qualifikation für den UEFA-Cup wert.

52 Punkte hat Getafe in seiner dritten Saison in der Primera Division gewonnen. Rang 9 und unzählige positive Schlagzeilen der Madrider Presse waren der Lohn fürs Team. Schuster, einst als blonder Engel Stammgast auf prominenten Fussball-Bühnen Europas, steht sogar die Beförderung zum Trainer von Real Madrid bevor. Bis zum letzten Pfiff der Saison will er sich zu den Spekulationen nicht mehr äussern.

Der Cup hat auch in Spanien einen besonderen Stellenwert. «Ein Sieg wäre historisch», sagt Celestini. Der defensive Mittelfeldspieler wird am Samstagabend seine 46. Partie der Saison bestreiten. Mit Lausanne (dreimal) und Marseille stand er bereits in fünf Endspielen. Wer Barça eliminiert, darf sich auch gegen den UEFA-Cup-Sieger Sevilla Chancen ausrechnen. Für Celestini steht fest: «Der Schlüssel zum Spiel ist der mentale Bereich.»

Dass die einstige Mittelfeld-Koryphäe Schuster immer auf ihn setzte, ehrt den Romand: «Schuster vertraut mir, das macht mich stolz. Er spielte auf der gleichen Position wie ich und kennt die Ansprüche genau.» Nicht nur sein Klub-Coach kennt die Qualitäten Celestinis, auch Köbi Kuhn plant offenbar wieder mit ihm. Ein Aufgebot für den EM-Test gegen Holland zeichnet sich ab.

(si)

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