Antibabypille Yasmin: Célines Familie zieht vors Bundesgericht

Aktualisiert

Antibabypille YasminCélines Familie zieht vors Bundesgericht

Die Familie der schwer behinderten Frau hatte vom Pharmakonzern Bayer Schadenersatz gefordert, blitzte vor Obergericht aber ab. Jetzt kämpft sie weiter und geht vor Bundesgericht.

von
kko

Nachdem die damals 16-jährige Céline 2008 die Antibabypille Yasmin verschrieben und wenige Wochen lang eingenommen hatte, erlitt sie eine Lungenembolie. Wegen des dadurch entstandenen Sauerstoffmangels ist die junge Frau seitdem schwer behindert.

Die Familie der Schaffhauserin forderte daraufhin 5,3 Millionen Franken Schadensersatz von der Herstellerin Bayer. Das Bezirksgericht hatte die Klage bereits am 13. August 2013 abgewiesen.

Im Mai bestätigte das Obergericht den Entscheid der Vorinstanz. Der geltend gemachte Produktemangel sei nicht erwiesen, schrieb das Obergericht. Und nicht nur das: Die Familie sollte auch noch 120'000 Franken Prozessentschädigung an Bayer zahlen.

Doch die Kläger-Familie will das Urteil nicht akzeptieren. Wie das Regionaljournal unter Berufung auf ihren Anwalt meldet, wird sich bald das Bundesgericht mit dem «Fall Céline» befassen müssen. (kko/sda)

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