Aktualisiert 29.04.2008 11:57

Cervelat-Krise: Rettung aus Paraguay?

Die Zukunft des Cervelats, wie die Nation sie kennt, sieht wieder rosiger aus. Kurzfristig sollen Rinderdärme aus Paraguay das Importverbot für die Wursthüllen aus Brasilien überbrücken helfen.

Importiert werden könnten Rinderdärme aus Paraguay frühestens ab Juli, wie der Schweizer BSE-Spezialist Ulrich Kihm am Dienstag an einer Medienkonferenz des Schweizer Fleisch-Fachverbandes (SFF) in Zürich sagte.

Voraussetzung dafür sei, dass das internationale Tierseuchenamt (OIE) in Paris Paraguay als Land mit einem vernachlässigbaren BSE-Risiko anerkenne. Ein entsprechendes Gesuch sei von Paraguay bereits eingereicht worden.

Längerfristig sollen für die Schweizer Nationalwurst jedoch wieder Därme aus Brasilien eingeführt werden können. Dazu müssten die Nelore-Rinder als Rasse mit geringem BSE-Risiko deklariert werden. Das Risiko soll deshalb auf der Basis wissenschaftlicher Untersuchungen neu eingeschätzt werden.

Im Auftrag der «Task Force Cervelat» soll der frühere Direktor des Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) wissenschaftlich belegen, dass der Darm des Zebu-Rindes nicht BSE-gefährdet ist, wenn ein gewisser Abschnitt entfernt wird. Importe aus Brasilien sind nach Kihm allerdings fühestens ab 2009/2010 möglich. (sda)

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