Kein Hit: CH-Rapszene lacht über Alex Frei
Aktualisiert

Kein HitCH-Rapszene lacht über Alex Frei

In einem Spot für eine Pommes-Chips-Marke versucht sich Nati-Stürmer Alex Frei als Rapper. In der Schweizer Hip-Hop-Szene erntet er dafür nur Spott und Hohn.

von
Niklaus Riegg

Zur Einstimmung auf den WM-Sommer versucht Goalgetter Alex Frei mit einer gerappten Version der Schweizer Nationalhymne für Stimmung zu sorgen. Doch in der Schweizer Hip-Hop-Szene sorgt er damit nur für Gelächter: «Das schmerzt mehr als ein doppelter Armbruch und treibt sogar DJ Bobo die Schamröte ins Gesicht», meint etwa Fetch von der Basler Crew Brandhärd. In die gleiche Kerbe schlägt der Basler Griot: «Schuster, bleib bei deinen Leisten. Ich bewundere ja Alex Frei für seine Goalgetter-Qualitäten», so Griot zu 20 Minuten. Aber: «Mit der Nationalhymne in Rhyme-Form schiesst er deutlich übers Tor hinaus», meint der Basler Rapper, dessen neues Album «MiCh» soeben erschienen ist.

Wenig Verständnis zeigt auch der Solothurner Shooting­star Manillio: «Der Wett­bewerb um die miserabelste WM-­Werbung ist lanciert. Aber das ist wohl kaum mehr zu unterbieten.»

Fetch, der sich selber als Fan von Frei bezeichnet, fordert vom FCB-Stürmer eine sportliche Entschädigung: «Alex muss jetzt die Schweiz zum Weltmeisterschaftstitel ballern.»

Als Stürmer möge Alex Frei hervorragend sein, doch das Rappen – so ist man sich in der Szene einig – solle er lieber lassen. Der Nati-Captain selbst verspricht 20 Minuten auf Anfrage: «Es bleibt eine einmalige Sache.»

Polo-Song kommt bei Usern nicht an

Auch Polo Hofers WM-Song «Manne, mir blybe dranne» steht in der Kritik: «Grottenschlecht», «himmeltraurig», oder «Hoffentlich spielen unsere Jungs besser, als es dieser Song ­vorgibt, da schläft einem ja das ­Gesicht ein» – das Publikums­urteil im 20-Minuten-Online-Talkback ist vernichtend. Kaum ein User ­attestiert dem Song das ­Potential zu einer WM-Hymne.

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