Aktualisiert 18.09.2007 14:56

«.ch»: Zeitung noch nicht da, Ständer schon weg

Morgen liegt die neue Gratis-Zeitung «.ch» erstmals in rund 20 000 Ständern vor Schweizer Liegenschaften. Befürchtungen, die Ständer könnten beschädigt oder zerstört werden, werden sich nicht bewahrheiten: Es deutet sich ein eigentlicher Run auf die Teile an.

Anfang dieser Woche sind die schmucken Zeitungsständer für das neue Gratisblatt des Verlegers und PR-Mannes Sacha Wigdorovits aufgestellt worden. Morgen werden die Angestellten der Basler Direct Mail Company die Ständer mit der ersten Ausgabe füllen – wenn sie können.

Beliebte Ständer

Vielerorts sind die Ständer innert Stundenfrist verschwunden, so etwa im Zürcher Kreis Fünf, aber auch im nobleren Seefeld-Quartier. Und zwar nicht, weil Vandalen die Gestelle zerstört und entsorgt hätten. Im Gegenteil. Die Möbel, die wie tiefergelegte Notenständer aussehen, erfreuen sich bei der Bevölkerung grosser Beliebtheit.

«Wir verklagen Keinen»

Auch Verleger Wigdorovits hat das Phänomen des Ständerdiebstahls mitgekriegt, wie er auf Anfrage von 20minuten.ch sagte: «Natürlich kommen die Ständer weg. Die Leute nehmen sie in die Wohnungen, hab ich gehört.». Wigdorovits ist nicht überrascht, im Gegenteil: «Wir betrachten die Ständer auch als eine Art Werbegeschenk, wir verklagen keinen, der einen Ständer mit nach Hause nimmt.»

Offenbar hat man bei «.ch» eine Vielzahl der «Werbegeschenke» eingeplant. Die Distribution der rund 430 000 Exemplare der Startauflage ist laut Wigdorovits nicht gefährdet. «Wir haben nun rund 20 000 Ständer aufgestellt. 15 000 haben wir noch in Reserve.»

Maurice Thiriet, 20minuten.ch

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