Streamingstarts Dezember 2020: Chadwick Boseman brilliert in seiner letzten Rolle
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Streamingstarts Dezember 2020Chadwick Boseman brilliert in seiner letzten Rolle

Netflix zeigt Boseman als Trompeter, ausserdem läuft in einer südafrikanischen Serie eine Hochzeit an Weihnachten schief – das und weiteres gibts neu zum Streamen.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «Ma Rainey’s Black Bottom».

Netflix

Darum gehts

  • Wir behalten die Streamingdienste im Blick und stellen dir jede Woche die besten neuen Starts vor.

  • Netflix veröffentlicht Chadwick Bosemans letzte Performance.

  • Ausserdem startet beim Streamingdienst eine südafrikanische Miniserie.

  • Was es heisst, für eine Ballettprofi-Karriere zu trainieren, zeigt eine Dokuserie bei Disney+.

  • Bei Sky Show schlüpft David Tennant in die Rolle des Serienmörders Dennis Nilsen.

«Ma Rainey’s Black Bottom»

1927 nimmt die Bluessängerin Ma Rainey (Viola Davis) in Chicago 1927 ein neues Album auf – dabei gerät sie in einen Konflikt mit ihrer Band.

Der Trompeter Levee (Chadwick Boseman) will die Stücke umschreiben und die Instrumente in den Vordergrund rücken, doch Ma Rainey missfällt es, dass ihr das Scheinwerferlicht gestohlen wird.

Davis fühlt sich befreit

Das von Denzel Washington produzierte Musikdrama basiert auf einem Bühnenstück von August Wilson. Wie Davis gegenüber «DSJ» erklärt, lenkt die Geschichte das Thema auf einen wichtigen Teil ihrer Kultur: «Es erinnert mich an alle Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner, die ihren Traum nie leben konnten, weil man ihnen gesagt hat, sie seien unwürdig und haben keinen Wert.»

Dank August Wilson wurden die Charaktere laut ihr nicht durch eine weisse Perspektive gefiltert. Sie konnte in ihrer Rolle viel Raum einnehmen und das sei befreiend gewesen, so Davis zu «Access».

Es ist Bosemans letzte Performance

Dass es Chadwick Bosemans letzte Rolle sein würde, ahnte bei den Dreharbeiten niemand. Im August 2020 erlag der 43-Jährige einer Darmkrebserkrankung.

Nun werden Boseman für seine Rolle als Levee hohe Chancen auf einen Oscar eingeräumt: «Er war ein grossartiger Künstler, der auf eine grossartige, schwierige Rolle traf und sie ausgefüllt hat. Darum verdient er jeden Award», so Davis bei «Access».

«Ma Rainey’s Black Bottom» gibts ab dem 18. Dezember auf Netflix. Den Trailer findest du oben.

Trauerst du oder jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Tel. 147

«How to Ruin Christmas: The Wedding»

«Eine solche Weihnachtsshow hat der afrikanische Kontinent noch nie zuvor gesehen», sagt Produzentin Rethabile Ramaphakela zu «IOL».

In der südafrikanischen Miniserie ruiniert Tumi Sello (Busisiwe Lurayi) die Hochzeit ihrer Schwester Beauty (Thando Thabethe), die ausgerechnet an Weihnachten stattfindet.

«How to Ruin Christmas: The Wedding» gibts ab dem 16. Dezember auf Netflix. Hier der Trailer.

Der Trailer zu «How to Ruin Christmas: The Wedding».

Netflix

«On Pointe»

Die Dokuserie zeigt Tänzerinnen und Tänzer, die sich an der School of American Ballet in New York City an die Spitze tanzen wollen. Aus dem ganzen Land strömen Menschen zwischen acht und achtzehn Jahren an die renommierte Schule.

Sie wollen für eine Karriere als Ballettprofi trainieren – ausserdem werden die jüngeren Tanztalente geprüft, während sie «Der Nussknacker» aufführen.

«On Pointe» gibts ab dem 18. Dezember auf Disney+. Hier der Trailer.

Der Trailer zu «On Pointe».

Disney+

«Des»

David Tennant, bekannt aus «Doctor Who», schlüpft in eine erschütternde Rolle: Er verkörpert den schottischen Serienmörder Dennis Nilsen, der gestand, in den 1970ern und 1980ern fünfzehn Morde an jungen Männern begangen zu haben.

In der Miniserie schildert Nilsen (David Tennant) mit einer brutalen Sachlichkeit, wie er die Opfer in seine Wohnung lockte und was danach geschah. Die Miniserie beruht auf der Biografie «Killing for Company», die Brian Masters basierend auf Gesprächen mit Nilsen geschrieben hat.

Tennant hat sich isoliert

«Ich habe versucht, mich in Nilsen hineinzuversetzen, ohne in seine Welt gezogen zu werden», erklärt Tennant, der die Serie auch produziert hat, in einem Pressestatement.

Am Set hat der Schauspieler mehr Zeit alleine verbracht, als er das normalerweise tut: «Es hätte sich sonst respektlos denjenigen gegenüber angefühlt, die wegen ihm gelitten haben.»

«Des» gibts ab dem 18. Dezember auf Sky Show. Hier der Trailer.

Bist du oder jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Onlineberatung für Frauen (BIF)

Onlineberatung für Männer

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Tel. 147

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