Aktualisiert 09.12.2007 13:31

Cham: Keine Luxusvillen im Park

Im Schloss und im Park auf der Halbinsel St. Andreas in Cham ZG können keine Luxuswohnungen gebaut werden. Die Stimmenden haben den dafür nötigen Bebauungsplan mit 3030 zu 1849 Stimmen abgelehnt. Die Besitzerfamilie ist enttäuscht.

Gegen den Bebauuungsplan und die Wohnungsbauten hatte sich ein Komitee «St. Andreas ist mehr wert» gewehrt. Es beruft sich auch auf Fachleute aus Natur- und Heimatschutz und will die Seeuferlandschaft vor weiteren Bauten schützen.

Die Wohnungen hätten renommierte Schweizer Architekten realisiert. Die Neubauten mit bis zu zehn Etagen waren von Herzog & de Meuron, der Schlossumbau von Diener & Diener geplant worden. Die Kosten hätte die private Besitzerfamilie übernommen.

Sie wollte mit dem Ertrag aus den Wohnungen den langfristigen Unterhalt sichern. Eine unabhängige Stiftung hätte dafür gesorgt, dass die historische Anlage auch im Fall eines Besitzerwechsels bestehen bleibt. Wie es nach dem Nein weitergeht, ist offen.

Besitzerfamilie enttäuscht

Die Besitzerfamilie teilte am Sonntag mit, sie wolle nun zusammen mit der Gemeinde Cham eine andere dauerhafte Lösung suchen. Ein Plan dazu liege indes nicht vor.

Vom Nein der Stimmbürger zeigten sich die Besitzer enttäuscht. Eine Chance zum Erhalt des Kulturgutes sei vertan worden. Die Heftigkeit der Diskussionen habe aber gezeigt, dass die Chamerinnen und Chamer eng mit St. Andreas verbunden seien.

Auch das überparteiliche Komitee Pro St. Andreas bedauerte in einem Communiqué das Nein des Souveräns. Kanton, Gemeinde, Fachstellen müssten nun zusammen mit der Besitzerfamilie rasch neue Wege finden.

Angenommen wurden am Sonntag in Cham die Baukredite für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Hagendorn und für den Neubau des Schulhauses Eichmatt Cham/Hünenberg. Letztere Vorlage kam auch in Hünenberg zur Abstimmung, wo sie ebenfalls angenommen wurde. (sda)

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